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Juz St. Ingbert
OB kritisiert „Falschbehauptungen“ zum Juz

Das Gebäude des Juz St. Ingbert in der Pfarrgasse.
Das Gebäude des Juz St. Ingbert in der Pfarrgasse. FOTO: Tobias Fuchs
St. Ingbert. In der Debatte um Honorarkräfte für das Jugendzentrum (Juz) hat Oberbürgermeister Hans Wagner (parteilos) dem Bürgermeister Pascal Rambaud (CDU) öffentlich „Falschbehauptungen“ vorgeworfen. Von Tobias Fuchs
Tobias Fuchs

Wagner reagierte damit auf Äußerungen des Verbandes saarländischer Jugendzentren in Selbstverwaltung (Juz United), dem auch das Juz in St. Ingbert angehört. Konkret geht es um die Frage, wer die Aushilfen in die Mittelstadt holen wollte. Tobias Drumm von Juz United hatte gegenüber unserer Zeitung erklärt, der Einsatz von Honorarkräften sei eine „pädagogisch fundierte Praxis, seit Jahrzehnten erprobt und von den Jugendlichen bei der Stadt beantragt“. Die Kräfte sollten im Juz kurzfristig einen ausgeschiedenen Mitarbeiter im Bundesfreiwilligendienst (Bufdi) ersetzen bis ein Nachfolger gefunden ist.


Drumm hatte außerdem betont, „dass die Übergangslösung keine Initiative des Oberbürgermeisters“ gewesen sei. Das geht auch aus der Verwaltungsvorlage für die Sitzung des Kulturausschusses am 20. März hervor. Im Ausschuss hatte die Mehrheit von CDU, Familien-Partei und Grünen gegen eine Kostenübernahme für Honorarkräfte (monatlich 230 Euro) in der Freizeiteinrichtung gestimmt.

Rambaud kritisierte im Anschluss die „vom Oberbürgermeister geforderte Schließdienst-Notlösung“. „Anstatt die Angelegenheit zur Chefsache zu machen und nach einer für alle Seiten zufriedenstellenden Lösung zu suchen, hat sich der Verwaltungschef einen schlanken Fuß gemacht und nur eine Minimallösung präsentiert“, sagte der Bürgermeister. Diese Wortmeldungen seines Stellvertreters hat Wagner am vergangenen Freitag als „Falschbehauptungen“ zurückgewiesen – in einer von ihm auf Facebook veröffentlichten Stellungnahme.