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Tierschutz
Finanzielle Hilfe für das Katzenhaus

Stefan Munz als Vertreter des Landrates, Christoph Scheurer, OB Hans Wagner und Beatrice Speicher-Spengler nach der Vertragsunterzeichnung zugunsten des Katzenhauses.
Stefan Munz als Vertreter des Landrates, Christoph Scheurer, OB Hans Wagner und Beatrice Speicher-Spengler nach der Vertragsunterzeichnung zugunsten des Katzenhauses. FOTO: Michael Quiring
St. Ingbert. Stadt St. Ingbert unterstützt Zusammenarbeit der Einrichtung in Oberwürzbach mit dem Tierheim Homburg red

Langersehnte Hilfe wird es ab dem 1. Januar für das Katzenhaus Oberwürzbach geben. Oberbürgermeister Hans Wagner und Ordnungsamtschef Christoph Scheurer hatten schon seit langem den Wunsch nach einem bilateralen Abkommen mit dem Homburger Tierschutzverein und dem dortigen Tierheim. Zur Entlastung der Homburger Einrichtung nimmt das Oberwürzbacher Katzenhaus bereits seit Jahren Fundkatzen aus St. Ingbert und Umgebung auf, bislang jedoch ohne jegliche Unterstützung von dort.


Auf Initiative des St. Ingberter Oberbürgermeisters suchten die Verwaltungen des Landkreises Neunkirchen, wo ebenfalls eines von drei saarländischen Tierheimen betrieben wird, und des Saarpfalz-Kreises nach einer gemeinsamen Lösung – und wurden fündig. Insgesamt 4000 Euro werden ab 2019 jährlich aus Homburg an den Trägerverein des Katzenhauses Oberwürzbach fließen. „Zusammen mit den 900 Euro, die von der Stadt St. Ingbert als Zuschuss zu den naturgemäß hohen Bioabfallgebühren geleistet werden, verfügt das Katzenhaus endlich über eine solide finanzielle Basis von knapp 5000 Euro im Jahr, mit der vernünftig gearbeitet werden kann“, so Wagner.

Das Katzenhaus befindet sich in der Trägerschaft des Vereins der Katzenfreunde Wadgassen e.V., für den dessen Vorsitzende Beatrice Speicher-Spengler die Kooperationsvereinbarung unterzeichnete.



Dass Tierschützer, Hundeliebhaber und Kinderschützer Hand in Hand arbeiten können, zeigte sich unterdessen am vergangenen Wochenende auf dem St. Ingberter Rendezvous-Platz. Zusammen mit dem Bernhardiner-Club vom Kloster Hornbach hatte die dortige Grillstation zur Unterstützung der Aktion „Sternenregen“ aufgerufen. Die Aktion sammelt Spenden und hilft damit saarländischen Kindern in Not. Die Idee zur gemeinsamen Teilnahme mit der St. Ingberter Grillstation hatte Kerstin Stalter, die in Brenschelbach unweit von Hornbach Bernhardiner-Hunde züchtet und auch unter St. Ingberter Hundeliebhabern bekannt ist.

Als der Gastronom Enzo Carratu und Inhaber der Grillstation von „Sternenregen“ erfuhr, war er kurz entschlossen, die Einnahmen des gesamten Wochenendes an Radio Salü zugunsten armer Kinder zu spenden. „Eine gute Sache“, meinte nicht nur OB Wagner, „die hoffentlich viele Nachahmer finden wird. Es ist schlimm, dass es selbst im reichen Deutschland Kinder in Armut gibt, also in direkter Nachbarschaf von jedem von uns. Die Aktion Sternenregen wird nicht nur Not lindern, sondern vor allem auch zum Nachdenken anregen“, ist sich der Oberbürgermeister sicher.

Im Falle zugelaufener Katzen haben die St. Ingberter die Möglichkeit, das Katzenhaus täglich 9 bis 11 Uhr und von 16 bis 18 Uhr unter Tel. (06894) 88 80 93 zu informieren.