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OB: „Anspruchsvolle Architektur füllt Baulücken auf dem Hobels“

St Ingbert. Der Oberbürgermeister widerspricht dem Ortsrat entschieden, wenn es um eine geplante Bebauung in der Bert-Brecht-Straße geht. Die dortigen Bauvorhaben seien zu begrüßen und weit weg von irgendwelchen „Zinkkästen“. bea

"Wir sollten uns freuen, wenn Investoren mit anspruchsvoller Architektur die letzten Baulücken in der Bert-Brecht-Straße füllen wollen", so Oberbürgermeister Hans Wagner im Nachgang zur jüngsten Sitzung des Bauausschusses. In der Bert-Brecht-Straße wollen Investoren zwei Häuser mit je fünf Wohneinheiten errichten. Die Entwürfe sähen sehr anspruchsvoll gestaltete Gebäude vor, die sich terrassenförmig in die schwierige Geländesituation einfügten. Noch hätten die Investoren die Grundstücke nicht gekauft - von daher seien noch keine Fakten geschaffen. Auch der Bauausschuss habe sich beim Verkauf der Grundstücke noch nicht festgelegt - sie sollen öffentlich angeboten werden. Allerdings stimmte der Ausschuss der Bebauung in der vorgelegten Form zu. Der Ortsrat hingegen sah das Projekt kritisch und verglich die in Aussicht stehende Bebauung mit "Zinkkästen in der Reinhold-Becker-Straße" (wir berichteten).

Dazu bemerkt Oberbürgermeister Wagner jetzt in einer Pressemitteilung: "Sowohl das, was der Ortsrat mit Zinkkästen beschreibt, als auch die bemerkenswerte Architektur der nun von zwei Investoren vorgeschlagenen Bebauung deckt sich mit dem Bebauungsplan Hobels II, den die CDU im Stadtrat mitgetragen hat." Seit 2001 gebe es diesen Bebauungsplan. Er sehe vor, dass Terrassenwohnungen entstehen dürfen, die zweigeschossig zur Bert-Brecht-Straße ausgelegt sind. "Die angefragte Bebauung ist in diesem Baugebiet zulässig. Dass die so entstehenden Gebäude in die Sichtachse eines CDU-Funktionärs ragen, sollte nicht dazu führen, dass eine für das Gesicht und die Ausstattung der Stadt wichtige Bebauung verhindert wird."