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Kita Detzelstraße
Rohrbacher Kita platzt aus allen Nähten

Geht es nach der Stadt und dem zuständigen Ausschuss, wird aus dem geplanten Kita-Anbau in der Detzelstraße ein Neubau.
Geht es nach der Stadt und dem zuständigen Ausschuss, wird aus dem geplanten Kita-Anbau in der Detzelstraße ein Neubau. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert/ Rohrbach. Es werden mehr Kinder kommen, als erwartet. Ein Neubau mache Sinn, ist der Bildungsausschuss überzeugt.

In der städtischen Kita Rohrbach soll sich schon bald etwas tun. Anbauten für weitere Gruppen und Gemeinschaftsräume waren geplant. Der Umbau des Ausweichquartiers für die Kita, die ehemaligen Stadtwerke, ist in vollem Gange. Nun stellt sich aber aufgrund der künftig zu erwartenden Kinderzahlen die Frage, ob statt mehrerer Anbauten nicht sogar ein Ersatzneubau infrage komme.


Aktuell werden in der Kita Detzelstraße Betreuungsplätze für 86 Kinder in vier Gruppen, darunter eine Krippengruppe, vorgehalten. Eine andere Gruppe ist derzeit in einen Container ausgelagert. Bisher war die Stadt bei ihren Planungen davon ausgegangen, diesen beim Anbau einer Krippengruppe nicht mehr zu benötigen. Nach den Prognosen bestünde aber nach dem Anbau trotzdem noch der Bedarf an einer weiteren Kindergartengruppe. Nun bestand bei der Verwaltung die Überlegung, neben dem „Krippen-Anbau“ auch noch einen Anbau für zwei weitere Gruppen, dann unter Wegfall des Containers, zu realisieren. Ergebnis wäre eine Kita mit sechs Gruppen. Zukünftig könnten so in Rohrbach in zwei Krippengruppen insgesamt 22 Kinder und in vier Kindergartengruppen 100 Kinder betreut werden.

Damit einher ginge eine Erhöhung der geplanten Bau- und Personalkosten. „Wenn wir sechsgruppig bauen, würde sich gleich ein Neubau anbieten“, informierte Thea Holzer im zuständigen Ausschuss. Roland Körner (Familien-Partei) kann den Bedarf nachvollziehen und brachte sogar einen neuen Standort ins Gespräch, weil er sich frage, ob es mit einem Ersatzneubau getan wäre. „Was in Rohrbach passieren würde, wäre Anbau, Anbau, Anbau...“, sagte die Leiterin der Abteilung Familie und Soziales, „am Standort Rohrbach denke ich aber nicht, dass wir über einen zusätzlichen Standort nachdenken müssten.“ Ihm stelle sich die Frage, ob das bisherige Grundstück ausreiche und wie es um eine Verzögerung der Baumaßnahme bestellt sei, warf Jürgen Berthold (Die Grünen) in die Diskussion ein. Laut Holzer bleibe der Standort, nur die Ausrichtung des Hauptgebäudes würde sich wahrscheinlich ändern – dann parallel zur Pestalozzistraße.



Wenn das Kultusministerium zustimme, könne man in die Planungen einsteigen. Der Bedarf an Tagesplätzen sei so sehr gestiegen, dass auch der Umzug in das Übergangsgebäude in der Bahnhofstraße schnellstens erforderlich sei. Denn in der jetzigen Kita mangele es an Platz, vor allem an Wasch- und Schlafplätzen. Wie Sven Meier einwarf, ginge es in erster Linie um eine bestmögliche Betreuung der Kinder. Man dürfe aber auch die Finanzen nicht aus dem Auge verlieren, so Christa Strobel (CDU). Ihre Fraktion könne sich mit dem Neubau anfreunden, falls dieser nicht teurer sei als die Anbau-Variante. Dies müsse laut Hauptverwaltungsleiter Heinz-Holger Hansen im Ausschuss für Baumanagement besprochen werden.

Der Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales stimmte dem Ersatzneubau einstimmig zu.