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Neujahrsempfang
CDU will Chance auf Brauereimuseum wahren

 Beim Neujahrsempfang der CDU St. Ingbert-Mitte (von links): der Bundestagsabgeordnete Markus Uhl, Ortsverbandsvorsitzender Frank Luxenburger und der Vorsitzende der Stadtratsfraktion Frank Breinig.
Beim Neujahrsempfang der CDU St. Ingbert-Mitte (von links): der Bundestagsabgeordnete Markus Uhl, Ortsverbandsvorsitzender Frank Luxenburger und der Vorsitzende der Stadtratsfraktion Frank Breinig. FOTO: Fabian Laßotta
St. Ingbert. Beim Neujahrsempfang der CDU St. Ingbert-Mitte standen der Haushalt und das kulturelle Leben im Mittelpunkt. red

Der Neujahrsempfang der CDU St. Ingbert-Mitte hat auch in diesem Jahr wieder im Zechenhaus des Besucherbergwerks Rischbachstollen stattgefunden. Der Vorsitzende der CDU St. Ingbert-Mitte, Frank Luxenburger, begrüßte dort über 100 Besucher aus Politik, Verbänden, Vereinen und kulturellem Leben der Stadt. In seiner Rede betonte Luxenburger die Rolle St. Ingberts als Kulturstadt. Er forderte wieder einen Schwerpunkt auf Kultur und Bildung zu legen.


Erst vor kurzem habe ein renommierter Sammler der Stadtverwaltung die Einrichtung eines Saarländischen Brauereimuseums angeboten, heißt es in der Pressemitteilung der CDU. Für einen kleinen Betrag sei dieser Sammler bereit gewesen, seine in Deutschland einzigartige Sammlung zur saarländischen Brauereikultur der Stadt als Dauerleihgabe zur Verfügung zu stellen – diese sei aber ohne Einbeziehung des Stadtrates abgelehnt worden. Nun sicherten sich mehrere Sammler diese Bestände, wobei die Sammlung „Becker Bier“ vorher an einen Händler veräußert wurde. „Dies wäre eine einmalige Gelegenheit gewesen, vielleicht sogar den Beckerturm auf Dauer zu bespielen. Er ist eine einzigartige Ikone des neuen Bauens in Deutschland und ein in der Bundesrepublik einmaliges Ensemble der Industriekultur, das es dauerhaft aufzuwerten gilt“, so der Ortsvorsitzende. Die CDU kündigte nun an, sie werde ihrererseits versuchen, zumindest mit dem verbleibenden Rest der Sammlung eine temporäre Ausstellung auf die Beine zu stellen. Dieser aktuelle Vorgang sei nur ein Beispiel für vertane Chancen, die Kultur in St. Ingbert für „kleines Geld“ zu stärken, meinte Luxenburger.

Der Vorsitzende der CDU-Stadtratsfraktion, Frank Breinig, legte das Augenmerk auf die Kommunalpolitik. Die CDU-geführte Koalition setze im Doppelhaushalt 2019/2020 wie in den letzten Jahren unter dem Motto „St. Ingbert 2025 – attraktiv und lebenswert für alle Generationen“ auf breit angelegte Investitionen. Beispiele seien Investitionen in Millionenhöhe in Grundschulen, Nachmittagsbetreuung durch die freiwillige Ganztagsschule, den weiteren Ausbau der Kindertageseinrichtungen sowie eine attraktive Innenstadt. Neben dem Generalsekretär der CDU Saar Markus Uhl, der als Redner die Wichtigkeit der IT-Sicherheit im Rahmen der aktuellen Hackerangriffe betonte und die Errichtung eines weltweit führenden IT-Sicherheitsinstitutes in unmittelbarer Nachbarschaft zu St. Ingbert lobte, wünschte auch die Bundesvorsitzende der CDU Deutschlands, Annegret Kramp-Karrenbauer, per Videobotschaft der CDU in St. Ingbert für die anstehende Kommunalwahl viel Erfolg und forderte ein Ende des Stillstands in der Stadt.