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Neues Gerätehaus soll nah am Festplatz entstehen

St Ingbert. Der seit langem geforderte Neubau eines Feuerwehrgerätehauses in Rohrbach soll auf dem städtischen Gelände „Hinter den Gärten 10“ errichtet werden. So lautete am Donnerstag der einstimmige Beschluss im Stadtrats-Ausschuss für Baumanagement. Manfred Schetting

Jetzt scheint endgültig festzustehen, wo in Rohrbach ein neues Feuerwehrgerätehaus gebaut werden soll. Der Stadtrat-Ausschuss für Baumanagement hat am Donnerstagabend einstimmig beschlossen: Als Standort für ein Gerätehaus wird das Gelände zwischen dem Ärztehaus in der Straße "Hinter den Gärten" und dem Festplatz festgelegt. Das Geld für den Neubau soll im Doppelhaushalt 2017/2018 bereitgestellt werden und die Bauarbeiten nahe dem Festplatz schnellstmöglich beginnen.


Eine Zustimmung zu diesen Plänen signalisierte in der Sitzung auch Ortsvorsteher Roland Weber seitens des Rohrbacher Ortsrates, der sich am kommenden Mittwoch mit dem Pläne für eines neues Feuerwehrgerätehauses befassen wird. Wehrführer Jochen Schneider betonte, dass die Rohrbacher Feuerwehrleute den nun gefundenen Standort begrüßen würden.

Maßgeblich zu der Entscheidung im Ausschuss beigetragen hat ein Verkehrsgutachten zum Neubau eines Feuerwehrgerätehauses im Stadtteil Rohrbach. Dieses hatte im vergangenen Herbst die Firma MS Traffic, ein Planungsbüro für Verkehrstechnik in St. Ingbert , erstellt. Seine Ergebnisse trug Marco Schmeltzer in der Sitzung vor. Die verkehrstechnischen Aussagen kurz gefasst: Die große Mehrheit der 51 aktiven Feuerwehrleute in Rohrbach wohnt nördlich der Oberen Kaiserstraße. Bei deren Anfahrt zu Einsätzen führt daher die Kreuzung "Drehscheibe" fast immer zu Zeitverlusten. Südliche Standorte sind daher schlecht.



Der Gutachter hat dabei drei für eine Gerätehaus denkbare Plätze im Ortsgebiet näher untersucht: den ehemaligen Bauhof an der Bahnhof-/Blücherstraße, ein Freigelände im Bereich der Einmündung ,,Obere Kaiserstraße/Am Alten Forsthaus" sowie ein bebautes Grundstück in der Industriestraße. Alle drei Standorte sieht der Gutachter kritisch - alle wegen ihrer schwierigen Erreichbarkeit, in zwei Fällen auch, weil die Grundstücke nicht in städtischem Besitz sind. Schmeltzers Fazit lautet daher: Aus verkehrlicher Sicht angesichts unkalkulierbarer Anfahrtszeiten werde empfohlen, einen Standort im Bereich des Festplatzes erneut ins Auge zu fassen. Und hier brachte dann die Stadtverwaltung das städtische Gelände "Hinter den Gärten 10" (ehemaliges Anwesen Neu) in Spiel. Dieser Bereich, für den dem Gutachten eine Entwurfsskizze angehängt ist, erfülle alle Anforderungen und Vorschriften.

Sorge um Wasserschutz

Das Gelände beim Festplatz hat aber einen kleinen Makel: Es liegt innerhalb eines Wasserschutzgebiet der Zone III. Dieser Umstand veranlasste CDU , Familien-Partei, Grüne und Wir für St. Ingbert , über einen "Plan B" zu sinnieren, falls der Wasserschutz einen dortigen Gerätehaus-Neubau verhindere. Letztlich setzte sich aber die von Oberbürgermeister Hans Wagner und Ellen Straßberger (SPD ) vorgetragene Sicht durch. Man solle jetzt eine Entscheidung für einen Standort treffen. Das gebe auch den an der Baugenehmigung beteiligten Behörden ein Signal: Alternative Standorte wurden geprüft und verworfen, das Gelände "Hinter den Gärten" ist für den Stadtrat erste Wahl.