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Schwimmbad „das blau“
Neues Becken im „blau“: Badespaß für kleine Wasserratten

Erster Gast im neuen Kinderbecken war der kleine Fabian, Sohn von Planschbecken-Architekt Jan Schroll.
Erster Gast im neuen Kinderbecken war der kleine Fabian, Sohn von Planschbecken-Architekt Jan Schroll. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. (con) Zur Eröffnung des neuen Planschbeckens im Freibad des „blau“ hatten sich die Mitarbeiter der Stadtwerke und die Architekten ein bisschen Sonne und vor allem Kinder gewünscht. Deren Part übernahmen am späten Freitagnachmittag einige Stadträte, die zwar bei 22 Grad Wassertemperatur nicht schwimmen gingen, dafür aber einige kleine Gummientchen ins Wasser ließen. Von Cornelia Jung

„Das Becken ist gelungen und wie man sieht, haben hier auch größere Kinder Spaß“, sagte Oberbürgermeister Hans Wagner, „das ist ein weiterer Baustein, unsere Stadt zukunftsfähig zu machen.“


Wie sich an diesem Beispiel zeige, tue die Stadt etwas für die Jungen und Junggebliebenen. Das stehe einer Stadt, die sich Familienfreundlichkeit auf die Fahnen geschrieben habe, gut zu Gesicht. Sein Dank galt allen Handwerkern, doch der größte Dank für alle Beteiligten sei es, wenn viele Kinder im Wasser herumtoben würden. Der zweieinhalbjährige Sohn von Architekt Jan Schroll „testete“ als erster kleiner Besucher das Planschbecken und wollte gar nicht mehr an Land. Noch ist der Matschspielplatz nicht freigegeben, die Wasserrutsche ist noch nicht da, und das Gras muss noch angehen. Bis kurz vor der Einweihung legte der Landschaftsgärtner noch Hand an.

„Wir hätten uns gewünscht, dass wir rechtzeitig zu Ferienbeginn mit allem fertig sind“, so Stadtwerke-Geschäftsführer Hubert Wagner. Bereits dem Einweihungstermin Ende April hatten Schlechtwetterphasen und der Mangel an Handwerkern, der dem Bauboom allerorts geschuldet war, einen Strich durch die Rechnung gemacht. Aber nun treffe der Spruch „Ende gut alles gut“ zu, zeigte er sich zufrieden. Das vorher im Eingangsbereich angesiedelte Kleinkinderbecken aus dem Jahr 2000 war mit bunten Fliesen ausgekleidet, an denen die Frostperioden ihre Spuren hinterließen. Sie waren gesprungen, platzten ab und auch das Material für eine eventuelle Reparatur war nicht mehr lieferbar. „Wir haben gemerkt, dass es keine Dauerlösung ist“, sagte Hubert Wagner, „es war höchste Zeit es zu erneuern.“ Nun wurde das neue Becken in Edelstahl ausgeführt – eine nachhaltige Lösung. 74 Quadratmeter Wasserfläche, zwei bis 50 Zentimeter Wassertiefe, ein Sonnensegel, Spielgeräte wie Wasserpilz, Spritzdüsen und Wasserspeier in Form von Qualle und Igel warten auf kleine Badegäste. Eine Rutsche wird in Kürze ebenfalls noch montiert.



Von im Halbrund angeordneten Sitzgelegenheiten in Beton können die Eltern ihre Kinder im Auge behalten. Zehn Monate Bauzeit und die Investition von etwas mehr als einer halben Million Euro haben sich gelohnt, wie der Vorsitzende des Aufsichtsrates der Bäderbesitzgesellschaft fand. „Das ist eine tolle Sache. Es hat länger gedauert, aber das Ergebnis zählt“, sagte Frank Luxenburger. Doch dieses Planschbecken sei nur der Anfang von weiteren geplanten Erneuerungen, Umbauten und Erweiterungen im Bad. „Wir wollen einen höheren Millionenbetrag investieren und damit ein Zeichen setzen, dass auch für junge Menschen Geld da ist.“ Im Bad treffe sich die Jugend, die die Zukunft der Stadt ist. Deshalb sei das Geld gerade dort gut angelegt.