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Neubau
Neubau schließt Baulücke im Südviertel

Joachim Sessinghaus, Rolf Ehrhardt, Nadine Müller, Ulli Meyer und Klaus Ehrhardt (von links) beim Spatenstich für das Mehrfamilienhaus in der Dr. Schier-Straße.
Joachim Sessinghaus, Rolf Ehrhardt, Nadine Müller, Ulli Meyer und Klaus Ehrhardt (von links) beim Spatenstich für das Mehrfamilienhaus in der Dr. Schier-Straße. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. In der Dr.-Schier-Straße in St. Ingbert entsteht ein Mehrfamilienhaus mit acht Wohnungen.

Bei der Schaffung neuen Wohnraums sind Stadt- und Ortsrat daran interessiert, vorhandenen Leerstand zu nutzen oder bestehende Baulücken zu füllen. Eine solche befand sich bis vor Kurzem in der Dr.-Schier-Straße 6 bis 8. Vor rund zwei Wochen begannen dort die Erdarbeiten und am vergangenen Freitag war der offizielle Spatenstich für das geplante Mehrfamilienhaus mit acht Wohneinheiten auf drei Ebenen.


Käufer haben die Möglichkeit, sich zwischen zwei Wohnungen mit um die 60 Quadratmetern und sechs Wohnungen von rund 110 bis 120 Quadratmetern zu entscheiden. Das Wohnen wird dort nicht nur wegen eines Aufzugs barrierefrei möglich sein. „Seniorengerechtes Wohnen ist ein großes Zukunftsthema“, so Bürgermeisterin Nadine Müller, „deshalb freut sich die Stadt, dass Investoren den demografischen Wandel angehen und die Stadt durch eigene Projektentwicklung bei der Bewältigung dieses Themas tatkräftig unterstützen.“

Die Homburger Firma „Ehrhardt + Hellmann“ spielt bei der Errichtung des Hauses die Rolle als Bauträger und Generalunternehmer. „Unser Standbein ist der schlüsselfertige Wohnungsbau. Hier treten wir aber auch als Investor auf“, sagt Klaus Ehrhardt, geschäftsführender Gesellschafter. Das Familienunternehmen will an diesem Standort rund 2,3 Millionen Euro investieren. Bis vor kurzem bestand der jetzige Bauplatz aus zwei Parzellen, auf denen nach früheren Plänen jeweils ein Einfamilienhaus vorgesehen war. Deren ehemalige Eigentümer haben diese an die Homburger Firma verkauft. Durch die Zusammenlegung der beiden Einzelgrundstücke kann die Fläche nun effektiver genutzt werden.



„Das Schließen von Baulücken ist der richtige Ansatz für die städtebauliche Entwicklung. Das ist auch ökologisches Denken und mit acht Wohnungen ein gesundes Mittelmaß“, findet Bauingenieur Konrad Weisgerber, dem eines der Grundstücke gehörte. Er machte den Vorentwurf, bei dessen Ausgangsvariante aus Kostengründen noch keine Tiefgarage vorgesehen war. Weil das Interesse groß ist, haben sich die Planer nun doch für Abstellplätze unter dem Haus entschieden – trotz höherer Kaufsumme.

Joachim Sessinghaus von der Firma epm ist der Projektentwickler des Ganzen. Gern hätte er dem Haus ein paar Balkons zur ruhigen Straße gegönnt, doch dies dürfe laut Bebauungsplan von 1975 nicht sein. Nun werden sie hinten angebaut und die Fassade erhält bodentiefe Fenster in der Ausführung eines französischen Balkons. Das sogenannte „Süd-Haus“ werde laut Weisgerber eine „feine, kleine Adresse und kein Wohnsilo“. Im Herbst 2019 soll das Gebäude bezugsfertig sein.