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Ehemaliger Zebrastreiben
Neue Bahnhofstraße: Absperrgitter gelten weiter als unverzichtbar

Zwei Absperrgitter stehen in der Neuen Bahnhofstraße am ehemaligen Fußgängerüberweg.
Zwei Absperrgitter stehen in der Neuen Bahnhofstraße am ehemaligen Fußgängerüberweg. FOTO: Manfred Schetting
St. Ingbert. Nach zweieinhalb Jahren steht das Provisorium hinter der Unterführung noch immer.

Mitunter ist nichts so langlebig wie ein gutes Provisorium. Das zeigt sich derzeit in der Neuen Bahnhofstraße. Als dort vor zweiundeinhalb Jahren der Fußgängerüberweg näher an den Bahnhof verlegt wurde, radierte man bei seinem Vorgänger direkt bei der Bahnunterführung die Markierung grob ab. Zudem stellte die Stadt an alter Stelle diesseits und jenseits der Straße jeweils ein Sperrgitter auf, um Fußgängern zu verdeutlichen, dass es jetzt einige Meter weiter sicher über die Straße geht. Inzwischen haben sich die Passanten von und zum Bahnhof an den neuen Zebrastreifen gewöhnt. Die metallenen Sperrgitter auf den Gehwegen vor der Unterführung stehen aber noch immer.


Zwei Kreuzungen weiter sind hingegen Sperrgitter aus weißem Hartplastik, die an einen ehemaligen Zebrastreifen „erinnerten“, mittlerweile Geschichte. Die Absperrungen an Wendlings Eck, die monatelang am Straßenrand standen, obwohl der ehemalige Überweg über die Schlachthofstraße bereits passé war, wurden auf Wunsch des Ausschusses für Stadtentwicklung und Umwelt zu Jahresanfang weggeräumt.

Damals hatten die Stadtratsmitglieder auch nach den Sperrgittern an der Bahnunterführung gefragt. Auch sie schienen gleichermaßen verzichtbar. Schon damals verwies Thomas Diederichs, Mitarbeiter in der Stadtverwaltung für Straßen und Verkehr, aber darauf, dass die Markierung am ehemaligen Zebrasteifen in der Neuen Bahnhofstraße noch immer zu erkennen sei und für Fußgänger eine Versuchung darstellen könne, hier die Straße zu queren. Und an dieser Einschätzung hat sich nichts geändert, wie das Rathaus auf Nachfrage erklärte. Die Markierung sei zwar schwach, aber dennoch sichtbar. Nur die Absperrgitter schützten daher Fußgänger in der Neuen Bahnhofstraße weiter quasi vor sich selbst und ihr Abbau sei nicht zu verantworten. Wann der frühere Zebrastreifen von der Straße und aus den Gedanken der ehemaligen Nutzer verschwunden ist, steht in den Sternen. Die schützenden Absperrgitter können also noch lange zum Straßenbild zählen.