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Musikschule hat neue Leiterin
Isabel Meiser soll frischen Wind bringen

Im Rathaus stellte Oberbürgermeister Hans Wagner gemeinsam mit der Abteilung Kultur Isabel Meiser vor: (von links) Marion Reichrath, Marika Flierl, Isabel Meiser, Andrea Kihm und Hans Wagner.
Im Rathaus stellte Oberbürgermeister Hans Wagner gemeinsam mit der Abteilung Kultur Isabel Meiser vor: (von links) Marion Reichrath, Marika Flierl, Isabel Meiser, Andrea Kihm und Hans Wagner. FOTO: Selina Summer
Ingbert. Oberbürgermeister Hans Wagner stellte am Donnerstagmorgen die erste hauptamtliche Leiterin der Musikschule St. Ingbert vor. Von Selina Carolin Summer

Aus einem großen Bewerberfeld hat sie sich durchgesetzt: Isabel Meiser. Gebürtig stammt sie aus Soltau in Niedersachsen, aber schon das Musikstudium hat sie ins Saarland verschlagen. Schulmusik, Gesangspädagogik und Opern- und Liedgesang gehören zu ihren Fachgebieten. Im Anschluss arbeitete sie freiberuflich, sowohl an Musikschulen als auch bei Musicals oder am Theater. Zudem gibt sie selbst Konzerte. Das soll auch in Zukunft so bleiben. „Ich möchte den Kontakt zum Musizieren nicht verlieren“, sagt Meiser. Seit dem 1. August ist sie inzwischen in ihrem neuen Amt und hatte in den vergangenen drei Wochen die Möglichkeit, sowohl die Musikschule als auch die Kollegen im Umkreis kennenzulernen. Darunter die Bergkapelle aber auch die Musikschulen im Umkreis, wie etwa Sulzbach, Saarbrücken oder Kleinblittersdorf. An Konkurrenzkampf möchte Meiser jedoch nicht denken. „Ich setze auf Kooperation.“ Andere Vereine, Chöre und Orchester sind für sie eine gute Möglichkeit, von den Kollegen zu lernen und die Kollegen hier im Umkreis seien alle sehr freundlich und offen. Dass sie selbst auch noch lernen muss, gibt die frisch gebackene Musikschulleiterin offen zu. „Es gibt kein perfektes Rezept. Jede Musikschule ist anders.“ Was St. Ingbert angeht, stehen ab jetzt viele Änderungen und Neuerungen an. „Ich bin der Überzeugung, hier ist jede Menge Potenzial, aber auch jede Menge Arbeit“, stellt Meiser fest. Um die Musikschule auszubauen, zu professionalisieren und zukunftsfähig zu machen, müssen einige Strukturen geändert werden. So möchte sie gerne einen Förderverein einrichten und das Kollegium mit jungen Lehrkräften bereichern. Eine gute Beziehung und eine gute Bezahlung der Honorarkräfte seien dabei genauso wichtig, wie die Möglichkeit zur Berufsvorbereitung für Studenten und Schulabgänger. Das große Ziel sei ein Angebot mit konstanter Qualität für alle Interessierten. Dazu gehöre, auch die erforderlichen Qualitätsstandards zu erreichen, um in den VdM, den Verband deutscher Musikschulen, zu gelangen.


Gesang und Stimmbildung liegen Meiser besonders am Herzen. „Jeder kann singen“, weiß sie. Das viele Leute behaupten, sie können es nicht, habe geschichtliche Hintergründe. „In der Nachkriegszeit war das gemeinsame Singen oft nicht gewollt.“ Dabei sei die Stimme ein Instrument, das jeder mit sich trägt und das nicht erst für teures Geld angeschafft werden müsse.

Auf ihre Arbeit in St. Ingbert freut sich Meiser schon sehr. Sie hat sich bewusst für die Arbeit an der Musikschule statt als Lehrerin an einer Regelschule entschieden. Sie sehe eine sinnvolle Aufgabe darin, Musik zugänglich zu machen. Besonders lobte sie die Verwaltung, von der ihr kompetente Mitarbeiter tatkräftig zur Seite stehen.