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Musikalische Weltreise

Volles Haus beim Benefizkonzert in der Würzbachhalle. Foto: RAG
Volles Haus beim Benefizkonzert in der Würzbachhalle. Foto: RAG FOTO: RAG
Niederwürzbach. Fast 800 Besucher lauschten dem Konzert, zu dem die Bergkapelle und der Saarknappenchor der RAG Deutsche Steinkohle in die Würzbachhalle eingeladen hatten. Seit Eröffnung der Halle war dies das erste große Konzert. bea

. Selbst die größten Optimisten waren überrascht, als sich eine knappe Stunde vor Beginn des Konzerts der Bergkapelle und des Saarknappenchors der RAG Deutsche Steinkohle die Tore öffneten. Innerhalb weniger Minuten strömten fast 800 Besucher in die Würzbachhalle. Das, so formulierten Insider, war die größte Zahl an Besuchern seit Eröffnung der Würzbachhalle und das erste große Konzert.

Inmitten der Saarknappen eröffnete Petra Linz das Konzert mit einem Rückblick auf das Bergbauende. Der Saarknappenchor ist nicht nur weltbekannt, sondern auch weltgereist. Mit seinen klingenden Reise-Andenken nahm er die Besucher in der Würzbachhalle auf eine musikalische Weltreise mit. Es ging von Deutschland mit "Horch was kommt von draußen rein", ins Elsass mit dem Titel "Oh du schöner Rosengarten". Danach ging's mit "Dana-dana" ins Ungarnland, weiter mit " O Nuit" zu den Franzosen, dann zu den Finnen mit "Koskenkorva", um schließlich mit "Signore delle cime" und "Marie lassù" von Italien aus Europa zu verlassen. Für einen weiten Sprung nach Australien, mit "Waltzing Matilda". Aus Namibia stammt der Song "Kaana Kameme". Mit dem Titel "Shenandoah" ging's von Afrika in den Norden der Vereinigten Staaten von Amerika, um dann in den Baumwollfeldern der Südstaaten mit "Ride the Chariot" den ersten Teil des Konzerts mit Standing Ovations zu beenden.

Sinfonische Blasmusik stand für den zweiten Teil des Konzertes auf dem Programm. Unter der Leitung von Bernhard Stopp, der, wie zuvor sein Kollege vom Saarknappenchor, Matthias Rajczyk, auch moderierte, eröffnete die Bergkapelle mit Dmitri Schostakowitschs "Festlicher Ouvertüre" und der Fünfsatz "Jazz Suite Nr. 2" weltbekannt durch den vierten Satz "Second Waltz" in der Interpretation André Rieus. Zwischen Ouvertüre und Jazz Suite setzte Stopp Barockmusik, Antonio Vivaldis Trompeten-Konzert, mit den Solisten, Joel Schwarz und dem Würzbacher Alexander Degel. Professionell und gekonnt setzten sich die beiden Solotrompeter in Szene, untermalt von einem Orchester an dem selbst Vivaldi seine Freude gehabt hätte. Mit der "Irish Suite" von Leroy Anderson endete der zweite Teil des Konzertes, auch hier hielt es die Besucher mit lang anhaltendem Applaus nicht auf den Stühlen. "Sie haben ihre Freizeit geopfert, um uns hier in der Halle eine schöne Freizeit zu gestalten", so SPD-Vorsitzender Harald Pauly bei seiner Dankrede. Die Würzbachhalle sei an diesem Nachmittag endlich von einer reinen Sporthalle zu einer Sport- und Kulturhalle geworden, Mut machend für die kulturtreibenden Vereine Würzbachs. Mit der Bitte um eine möglichst großzügigen Spende an die Konzert-Besucher gab Pauly die Zugabe von Chor und Orchester frei.

Die Spendenübergabe durch den Saarknappenchor und die Bergkapelle erfolgt zu einem späteren Zeitpunkt bei einem Bergmannsfrühstück an der Lourdes-Grotte. Hierzu wird die Bevölkerung dann auch eingeladen.