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Musik, die die Seele berührt

St Ingbert. „Adoramus te, Christe“ lautete der Titel des geistlichen Konzertes, das Sonntag in St. Hildegard stattfand. In der Musik spiegelte sich der „Geist“ der Passionszeit wider und versetzte das Publikum in Verzückung. Cornelia Jung

. Am Sonntagnachmittag erwartete die Zuhörer nach dem Gottesdienst in St. Hildegard ein geistliches Konzert. Da es am fünften Fastensonntag, dem Passionssonntag, stattfand, wurde es auch als Passionskonzert angekündigt. Und was für eins. Schon allein die Nennung der Akteure schien Musikgenuss zu versprechen. Der Domchor zu Speyer (Leitung: Domkapellmeister Markus Melchiori), Organist Christian von Blohn und die Capella Spirensis mit ihren Solisten Angelika Lenter, Carmen Buchert (Sopran), Angela Lösch (Alt), Timo Schabel (Tenor), Alexander Lauer (Bass) sowie Martin Lubenow an der Truhenorgel verzauberten das Publikum. Nicht zu vergessen Suzanne van Os an der Laute, einem Instrument, das wohl nicht allzu oft in St. Ingbert zu hören ist. Das Programm wartete mit "Adoramus te, Christe" von Claudio Monteverdi , dem titelgebenden Stück des Konzerts, und Werken von Andreas Hammerschmidt, Heinrich Schütz , Felix Mendelssohn Bartholdy und Johann Sebastian Bach auf.

Stehende Ovationen



In der Musik spiegelte sich der Geist der Passionszeit in der katholischen Kirche wider, deren Liturgie dadurch gekennzeichnet ist, dass sie den Akzent von dem Gedanken der Buße hin zur Betrachtung des Leidens Jesu Christi verschiebt. Keine "schwere Musik" war da zu hören, sondern musikalische Leichtigkeit, ob im Chor oder bei den solistischen Beiträgen. Viele Gäste lauschten mit geschlossenen Augen der Musik, die fast engelsgleich daherkam. Töne des Gedenkens, der Ruhe und der Besinnung. Die Akteure bekamen stehende Ovationen, die sie am Ende des Konzerts selbst beim Gang von der Bühne, in diesem Fall dem Altarraum, durch die Kirche begleiteten. "Einfach Klasse", lobte eine Musikliebhaberin das eindringliche, berührende Konzert, gar von "himmlischer Musik" sprachen andere Besucher. Was da am Sonntagnachmittag in St. Hildegard geboten wurde, war in jedem Fall Musik, die die Seele berührte.