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Chorgemeinschaft Ommersheim
Mit jedem Lied dem Fest ein wenig näher

Der gemischte Chor der Chorgemeinschaft Ommersheim beim Konzert in Biesingen.
Der gemischte Chor der Chorgemeinschaft Ommersheim beim Konzert in Biesingen. FOTO: Jörg Martin
Biesingen/Ommersheim. Die Chorgemeinschaft Ommersheim stimmte mit ihren beiden Ensembles in besonders beleuchteter Biesinger Kirche auf Weihnachten ein.

Man könne sich der nervenden Vorweihnachtshektik kaum noch entziehen. So sehr man auch versuche, durch frühzeitige Planung und Organisation diesem Umstand gegenzusteuern, sagte eine Frau mittleren Alters am Samstagabend beim Betreten der Biesinger Pfarrkirche St. Anna.


Sie war nicht, wie man annehmen konnte, auf den Weg zum Gottesdienst. Ihr Weg – vorbei an kleinen Lichtern, die mit Tannenzweigen verziert waren und sich auf den Stufen des Eingangs befanden – galt dem Konzert der Chorgemeinschaft aus dem benachbarten Ommersheim. Die war mit ihren Forma-
tionen, dem Gemischten Chor und dem Chor 98, bereits zum zweiten Mal in Biesingen zu Gast. Um einen Kontrapunkt zur Hektik zu setzen, hatte man auch im Kircheninnern, bis auf die beiden großen Tannenbäume am Altar, völlig auf Licht verzichtet. Das sorgte nicht nur für Atmosphäre, sondern trug dem Motto Rechnung. Mit „Wenn 1000 Lichter – Lieder zur Weihnachtszeit“ war die Aufführung umschrieben. „Lieder zur Weihnachtszeit, die darf man am Vorabend des dritten Advent durchaus erwarten“, hatte Markus Wenzel, einer der drei Vorsitzenden des Vereins, zu den Besuchern gesagt.

Diesem Credo blieb man unter der Gesamtleitung von Friedel Hary durchaus treu. Den Auftakt übernahmen die „Routiniers“, wie Wenzel sie nannte, nämlich der Gemischte Chor (Klavier: Sebastian Schreiber). Ihr Lied „Advent“ korrespondierte, wie die meisten anderen Wortbeiträge, auch mit der Geschichte, die Elisabeth Vogelgesang vortrug. Dabei redeten die Kerzen, die Frieden, Liebe, Glaube und Hoffnung symbolisierten, miteinander. Auch „Im Dunkeln naht die Weihnacht“ strahlte Zuversicht aus. „Weihnachten, was bedeutet das?“, diese Frage stellte Margot Görlinger-Jochem mit ihrem Wortbeitrag in den Raum. Weihnachten sei auch die Zeit, in der Streitende und Versöhnung anstehe. Romantische Züge herrschten unter anderem im Programmteil des Chor 98 (Klavier: Sebastian Schreiber, Bass: Hans Wagner und Schlagzeug: Thorsten Wagner) vor. Etwa bei „Colors of Love“.



Die Sänger nahmen aber auch mit „Wenn 1000 Lichter nicht genügen“ das Motto des Abends auf, ehe sie klassische Weihnachts-Titel wie „Christmas in the Mountains“ oder „God is born“ zum Besten gaben. Bei einem solchen Konzert gehört ein Weihnachtslied wie „Oh du Fröhliche“ einfach dazu. In Kombination von beiden Chören und gepaart mit dem Orgelspiel von Friedel Hary, ist man so richtig eingestimmt.

Wie man am Applaus nach den Vorträgen spüren konnte, kamen auch „Winter hüllt ein Stadt und Land“ und der Swing-Titel „Wunder Weihnacht“ beim Publikum sehr gut an. Zusammen mit den Besuchern sang man dann gemeinsam „Von guten Mächten wunderbar geborgen“, ehe mit dem Klassiker „Winter-Wunderland“ eine Zugabe gegeben wurde. „Auch im kommenden Jahr wird es wieder ein solches Konzert geben“, verriet Friedel Hary im Nachgang gegenüber der Saarbrücker Zeitung.