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Minister Jost wirbt für Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“

Umweltminister Reinhold Jost bei der Info-Veranstaltung in Oberwürzbach. Foto: Jörg Martin
Umweltminister Reinhold Jost bei der Info-Veranstaltung in Oberwürzbach. Foto: Jörg Martin FOTO: Jörg Martin
Oberwürzbach. Die Anmeldefrist wurde bis Juni 2015 verlängert: Nach der Auftaktveranstaltung in Oberwürzbach hofft das Umweltministerium, dass sich viele Dörfer für den Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ anmelden. Jörg Martin

"Eine gute Idee ist noch nie am Geld gescheitert", rief Manfred Klein im Kultur- und Vereinsraum der Montessori-Grundschule den rund 40 Anwesenden zu. Klein muss es wissen. War er doch 14 Jahre lang Ortsvorsteher von Bietzen. Der Merziger Stadtteil war 2010 Bronzesieger auf Bundesebene des Wettbewerbs "Unser Dorf hat Zukunft". Zusammen mit Thomas Hoffmann aus Gerlfangen war er der Einladung von Umweltminister Reinhold Jost (SPD ) gefolgt, um Werbung für den Wettbewerb zu machen. 41 Dörfer haben vor zwei Jahren noch an den Kreisentscheiden teilgenommen. Vermutlich wegen der Kommunalwahl sind die Rückmeldungen derzeit beim Ministerium recht spärlich. Oberwürzbach war deshalb die Auftaktveranstaltung, mit der man für die Teilnahme an "Dorf-Castings" wirbt. Gerlfangen in der Gemeinde Rehlingen-Siersburg und St. Wendel-Oberlinxweiler werden folgen. Ein weiterer Schub soll die Verlängerung der Anmeldefrist auf Juni 2015 bringen. Die Vertreter der hiesigen Orte zeigten sich zu Beginn der Veranstaltung teilweise skeptisch. Wegen Überalterung und der zurückgehenden Bereitschaft im Ehrenamt zaudern sie noch mit einer Teilnahme. Vor allem die beiden Vertreter von Gerlfangen und Bietzen stellten eines klar: Man muss nicht zwangsläufig gewinnen. Es gelte, die Potenziale des Ortes zu Tage zu fördern, meinte Umweltminister Jost.

Potenziale zu Tage fördern



Diese ergeben sich zwangsläufig. "Die meisten haben 80 Prozent bereits erstellt", sagte Manfred Klein. Der Rest sind Ziele, die man nach und nach gemeinsam erarbeiten kann. Das kann auch unter schwierigen Bedingungen gelingen. Gerlfangen etwa gewann 2012 den Landeswettbewerb und holte ein Jahr darauf Bronze auf Bundesebene. Und das, obwohl gerade die Schule geschlossen wurde. Aus Trotz wuchs Kampfgeist und der sorgte für neue Lebensqualität im Dorf. Daran will auch Gastgeberin Lydia Schaar arbeiten. Oberwürzbach hat vor drei Jahren erstmals mitgemacht und kam auf Platz zwei beim Kreiswettbewerb. "Das Ganze bringt unheimliche Impulse ins Dorf", zeigte sich Schaar angetan. . "In der Tat ist das einer der schönsten Orte des Landkreises", lobte Minister Jost, selbst Ortsvorsteher von Siersburg, die Ortsvorsteherin. "Miteinander - Füreinander" lautet das Motto des 25. Wettbewerbs im Untertitel. "Nutzen Sie den Sachverstand", empfahl Gerhard Mörsch, Umweltdezernent des Saar-Pfalz-Kreises, den Anwesenden später in der Talkrunde. Pfiffige Ideen wären weitaus wichtiger als das Geld, gab Jost den Ortsvertretern mit auf den Weg.