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Mehrere Hunde erliegen Giftköder

St Ingbert. Mindestens fünf Hunde hat es bislang das Leben gekostet, das mögliche Werk eines Hundehassers. Giftköder hat ein unbekannter Tierquäler in den Wäldern der Region ausgelegt. Die Tiere, die es schlucken, verenden qualvoll. pam

Eine Warnung des Saarforsts vor Giftködern richtet sich derzeit an Hundebesitzer in St. Ingbert und Umgebung. Zwei Hunde hat es bereits in St. Ingbert das Leben gekostet. Die beiden Fälle wurden in den Bereichen Staffel und Grumbachtal verzeichnet. Eine Pächterin meldete dies dem Förster Michael Weber, der für das Revier St. Ingbert Süd zuständig ist.

Doch damit nicht genug. Auch in dem Revier Scheidterberg wurden vier Hunde vergiftet, drei davon sind "qualvoll verendet", berichtet der dortige Revierleiter Carsten Federspiel. Durch eine Autopsie in einer Tierklinik habe man festgestellt, dass einer der Hunde Rattengift erlag. Wie dieser Köder verpackt ist, ob mit Hackfleisch oder Wurst, sei bislang nicht bekannt.

"Bis das Herrchen merkt, was Sache ist, ist es meistens schon zu spät", erklärt Förster Weber. Erste Anzeichen für eine Vergiftung durch Rattengift sind Untertemperatur, je nach Wesen des Hundes Miefern oder Apathie, so die Informationen der Tierarztpraxis von Christiane Kersting-Gerecke in Rohrbach. Das Rattengift verursache ein innerliches Verbluten der Tiere, die Organe lösen sich auf. Es bleibt nur eine Möglichkeit: Hundehalter sollen mit ihren Tieren sofort einen Tierarzt aufsuchen. Wenn es früh genug erkannt wird, könne die Vergiftung durch Infusionen mit Vitamin K gestoppt werden.

Förster Weber rät Hunde derzeit im Wald an der Leine zu halten und umgehend zu agieren, wenn das Tier ein verdächtiges Zeichen gibt.

Verdächtiges melden Zeugen bitte an den Revierleiter St. Ingbert-Süd, Michael Weber, Tel. (01 60) 96 31 46 10, an den Revierleiter Scheidterberg, Carsten Federspiel, Tel. (01 75) 2 20 08 02 oder an die Polizei in Brebach, Tel. (06 81) 9 87 20.

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