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Kirmes
Kettenflieger dreht sich über der Stadt

Stolze 35 Meter hoch ist das Ketten-Karussell „Bayernstar“, das diesmal die Attraktion auf dem St. Ingberter Marktplatz sein wird. Foto: Bonenberger&Klos
Stolze 35 Meter hoch ist das Ketten-Karussell „Bayernstar“, das diesmal die Attraktion auf dem St. Ingberter Marktplatz sein wird. Foto: Bonenberger&Klos FOTO: B&K / Bonenberger/
St. Ingbert. Rund 60 Schausteller bauen seit gestern ihre Fahrgeschäfte und Buden für die St. Ingberter Kirmes auf.

Die Vorbereitungen auf die St. Ingberter Kirmes, die von Samstag, 13. Oktober, bis Dienstag, 16. Oktober gefeiert wird, laufen auf vollen Touren. Am Mittwochvormittag herrschte auf dem Marktplatz und hinter dem Rathaus reger Aufbaubetrieb. An den markierten Stellplätzen wurden schwere Eisenstangen in Position gebracht und Strippen gezogen. Dutzende Schaustellerfamilien, die schon im Lauf des Dienstags mit ihren Lkw den Festplatz angesteuert hatten, sind routiniert am Werk. „Alle Fahrgeschäfte, die für die Dengmerter Kerb zugesagt haben, sind schon in der Stadt“, berichtete Alfred Hauck.


Der St. Ingberter Marktmeister äußerte sich auf Nachfrage der SZ zufrieden, wie gut auf dem Marktplatz der Übergang von Ingobertusmesse zur Kirmes funktioniert hat. „Das Oktoberfestzelt war bis Dienstagabend in Rekordzeit abgebaut.“ Ein rechtzeitige Anreise der Schausteller und dann freie Flächen für den Aufbau seien das A und O, damit auf dem Kirmesplatz alles klappt wie geplant. „Einige der Schausteller brauchen doch drei bis vier Tage, bis ihre Geschäfte stehen“, sagte Hauck.

Zwischen dem Feuerwehrturm und der Ingobertushalle, also an der Stelle, wo in St. Ingbert stets das größte Kirmesfahrgeschäft seinen Platz findet, wird diesmal kein Riesenrad, sondern ein sogenanntes Laufgeschäft stehen. Das Laufgeschäft „Rio“ der Familie Dietz aus Saarbrücken bietet auf vier Etagen einen abwechslungs- und actionreichen Parcours für die Kirmesfreunde. Obendrein sorgt das immerhin 20 Meter breite Fahrgeschäft für ein Lichtermeer. 10 000 LED-Leuchten erhellen den Kirmesplatz.



Eine zweite Attraktion wird nach Haucks Angaben mitten auf dem Marktplatz stehen. Dort wird nämlich der „Bayernstar“ seine Runden drehen. Dieser Kettenflieger im bayerischen Stil ragt 35 Meter in die Höhe und wird seinen Fahrgästen einen spektakulären Blick über die Stadt gewähren. Die zehn Gondeln des „Bayernstar“ können unterschiedlich flott gedreht werden – mal mit sieben Umdrehungen in der Minute familienfreundlich, mal doppelt so schnell für die, die einen „Höhenrausch“ mögen. Das Hochgeschäft von Lothar Winter aus Augsburg hatte im Übrigen die weiteste Anreise nach St. Ingbert. Bis zum vergangenen Wochenende drehte sich der „Bayernstar“, der deutschlandweit über Festplätze tourt, noch auf der Michaelismesse in Wertheim im Main-Tauber-Kreis.

Offiziell eröffnet wird die Dengmerter Kerb am Samstagabend um 18.30 Uhr mit einem Fassbieranstich im Kuppelsaal des Rathauses. Zum Kirmesauftakt, der vom Musikverein Hochscheid-Reichenbrunn mit Blasmusik umrahmt wird, hält Ortsvorsteher Ulli Meyer die traditionelle „Kerwerredd“. Bei Einbruch der Dunkelheit steigt zudem wieder ein von den Schaustellern finanziertes Riesen-Feuerwerk in den Himmel über dem Kirmesplatz und soll „wie im letzten Jahr erneut die Zuschauer begeistern“, wie die Stadtverwaltung angekündigt hat.

Darüber hinaus bieten 60 Schausteller auf der St. Ingberter Kirmes ein umfangreiches Sortiment an. Neben den Fahrgeschäften laden viele Buden zum Bummeln ein und verbreiten den Duft von unterschiedlichsten Leckereien. Neben mehreren Kinderkarussells warten vor und hinter dem Rathaus zwei Autoskooter sowie weitere Fahrgeschäfte mit klingenden Namen wie XXL-Polyp, Miami, Tropical-Trip, Chaos, Telstar und Musik-Express. Am Dienstag, 16. Oktober, ist auf der St. Ingberter Kirmes wieder der Familientag, bei dem die Schausteller ermäßigte Fahrpreise bieten.

Zusätzlich zu den Angeboten rund um das Rathaus findet sonntags und montags in der Fußgängerzone und in der Kaiserstraße bis Wendlings Eck der „Kerwemarkt“ statt. Neben Textilien aller Art kommen auch Haushalts- und Geschenkartikel, Pflege und Reinigungsmittel, Würzmittel, Lederwaren, Schmuck, Stahlwaren sowie Süßigkeiten zum Verkauf. Rund 70 Händler haben nach Angaben der Stadtverwaltung ihre Teilnahme beim Kerwemarkt zugesagt.

Gut die Hälfte der Fahrgeschäfte und Buden bleiben auch nach der eigentlichen Kirmes auf dem St. Ingberter Markplatz. Von Freitag, 19. Oktober, bis Sonntag, 21. Oktober, erwarten rund 30 Schausteller nochmals kleine und große Besucher – denn dann steht vor dem St. Ingberter Rathaus noch die für Dengmert seit Jahrzehnten ebenfalls traditionelle Nachkirmes an.

Auch Autoscooter zählen zu den Fahrgeschäften, die für die Besucher der St. Ingberter Kimres bereit stehen. Foto: Michael Haßdenteufel
Auch Autoscooter zählen zu den Fahrgeschäften, die für die Besucher der St. Ingberter Kimres bereit stehen. Foto: Michael Haßdenteufel FOTO: Michael Hassdenteufel