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St. Ingberter Literaturforum
Das St. Ingberter Literaturforum startet eine neue Lesereihe

Reinhard Klimmt liest am kommenden Mittwoch in der St. Ingberter Stadtbücherei.
Reinhard Klimmt liest am kommenden Mittwoch in der St. Ingberter Stadtbücherei. FOTO: Oliver Dietze
St. Ingbert. Herbstzeit ist Lesezeit. Nicht ohne Grund findet in den kühler werdenden Wochen des Jahres die Frankfurter Buchmesse statt. Wann sonst treffen Buchhändler und Verlage auf ein dankbareres Publikum als zu der Zeit, wo die Tage kürzer und die Nächte länger werden. red

Auch beim St. Ingberter Literaturforum (ILF) weiß man das, und deshalb startet es jetzt in die hohe Zeit der Bücher.


Den Auftakt bildet am Mittwoch, 29. August, Reinhard Klimmt, einst saarländischer Ministerpräsident und Bundesminister, der in „Reihenweise“ gemeinsam mit dem Kommunikationssoziologen Patrick Rössler die Umschlag-Geschichte der gesamten deutschsprachigen Taschenbücher zwischen 1946 und 1960 dokumentiert hat. Im ersten farbenprächtigen Band findet eine Würdigung der Grafiker, Maler und Schriftschneider statt, die für die Covers der Wirtschaftswunderjahre verantwortlich waren. Der zweite Band bietet mit der Abbildung exemplarischer Umschlagseiten von 140 Taschenbuchreihen eine einzigartige Darstellung deutscher Geschmacksgeschichte.

Am Mittwoch, 12. September, steht in einer musikalisch umrahmten Lesung mit Klaus Brabänders Krimi „Gegenwind“ ein saarländischer Thriller mit spannenden aktuellen Bezügen auf dem Programm. Mit einem Mord am Orscholzer Baumwipfelpfad beginnt eine quer durch das Land führende Ermittlung, die den sympathisch grummeligen Kommissar Josch in seinem vierten Fall noch einmal höchst präsent erscheinen lässt. Ein besonderer Gast kommt am Mittwoch, 31. Oktober, auf Einladung des Literaturforums in die St. Ingberter Bibliothek. Christoph Steckelbruck lebt in Mönchengladbach und arbeitet als Artdirector für digitale Kommunikation in Düsseldorf. „Der gefangene Sommer“, erschienen im St. Ingberter Conte-Verlag, ist sein erster Roman und hat die Kritik vollauf begeistert. Denn der Autor stellt einen ebenso poetischen wie realistischen Entwicklungsroman vor, der an die Tradition der Romantik gleichermaßen denken lässt wie an die Musik von Pink Floyd.



In Zusammenarbeit mit der deutsch-polnischen Gesellschaft Saar hatte die Stadtbücherei St. Ingbert letztes Jahr die Begegnung mit dem polnischen Autor Wojciech Kuczok organisiert. Mit Szczepan Twardoch war es erneut möglich, einen der wichtigsten Vertreter der Gegenwartsliteratur unseres östlichen Nachbarlandes einzuladen. Er stellt am Donnerstag, 15. November, seinen temporeich zugespitzten Thriller „Der Boxer“ vor, der im Warschau der dreißiger Jahre spielt.

Alle Veranstaltungen beginnen um
19. 30 Uhr in der Stadtbücherei St. Ingbert. Der Eintritt ist frei. Mehr Informationen unter Tel. (0 68 94) 9 22 57 11.