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Ortstrat Rothsoligbrunnen
Bäume am Brunnen werden geschnitten

Die großen Bäume am Rothsoligbrunnen werden vorerst nicht gefällt. Die Stadt behält sie aber im Auge.
Die großen Bäume am Rothsoligbrunnen werden vorerst nicht gefällt. Die Stadt behält sie aber im Auge. FOTO: Cornelia Jung
Oberwürzbach. Die Schattenspender am Rothsoligbrunnen werden nicht, wie Patrick Schmitt (CDU) angeregt hatte, aus Sicherheitsgründen gefällt.

Die Bäume, die den Rothsoligbrunnen in der Reichenbrunner Straße so idyllisch erscheinen lassen, könnten aber auch zur Gefahr werden, wie Ortsratsmitglied Patrick Schmitt ausführte. Denn ein Baum mit seinen mehr als 15 Metern Höhe stehe nur rund 30 Zentimeter hinter dem Wasseraustritt, so dass er vermute, das Wurzelwerk könne die Brunnenrückwand beschädigen. Außerdem befänden sich in dessen Krone abgestorbene Äste, die bei Wind regelmäßig herunterfielen. Das nächste Wohnhaus sei nur halb soweit von dem Baum entfernt wie dieser hoch sei.


Weil die Eiche sich in Richtung des Anwesens neige, haben die dortigen Bewohner Bedenken, sie könne bei Sturm auf das Haus fallen und dadurch Schäden verursachen. Des Weiteren habe durch den Schattenwurf der großen Bäume und die dadurch veränderten Lichtverhältnisse das Algenwachstum im Brunnen zugenommen. Aus den genannten Gründen stellte Schmitt (CDU) die Frage in den Raum, ob es aus Sicherheitsgründen nicht ratsam sei, die zwei Schattenspender zu fällen. Einige in der Nachbarschaft befindliche Bäume, die in Verantwortung des Saarforst lagen, seien mittlerweile gefällt worden. Nur die verbliebenen Bäume stünden auf Stadtwaldgebiet und fallen somit in einen anderen Zuständigkeitsbereich.

Der Fraktionsvorsitzende bat Christian Lambert von der Stadtverwaltung um Fällung und schlug als Ausgleich vor, junge Bäume zu pflanzen. Wie Lambert in der jüngsten Ortsratssitzung sagte, sei er nicht für eine Beseitigung der Bäume, auch um das optisch ansprechende Brunnen-Ensemble nicht zu zerstören. „Im Gegenteil ich wollte sie als Einzelbäume kartieren lassen. Dann würde auch die regelmäßige Baumpflege durch die Stadt erfolgen“, so Lambert. Die Örtlichkeit sei mit der Bepflanzung genau so gestaltet, wie es eben für solche Örtlichkeiten üblich sei. Er machte zwar keinen Hehl daraus, dass der Standort „suboptimal“ sei, plädierte aber auch wegen des allmählichen Übergangs ins Waldgebiet dafür, die Situation so zu belassen.



„Sie würden sich wundern, wie das erst aussähe, wenn die Bäume wegkommen“, sagte er, „der Brunnen ist in einem katastrophalen Zustand und hätte ohne Bäume eine scheußliche Optik.“ Die Bäume werden ins Kataster aufgenommen, zurückgeschnitten und wenn sich zeigen sollte, dass der Brunnen doch in Mitleidenschaft gezogen werden sollte, nochmal begutachtet.