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Leserreporter
Ärger über blockierte Waldwege in Hassel

Ein Leser beobachtet schon seit Monaten, dass die Wege am Fröschenpfuhl scheinbar absichtlich immer wieder mit Ästen und Bäumen blockiert werden, um die Radfahrer zu ärgern.
Ein Leser beobachtet schon seit Monaten, dass die Wege am Fröschenpfuhl scheinbar absichtlich immer wieder mit Ästen und Bäumen blockiert werden, um die Radfahrer zu ärgern. FOTO: Christian Stopp
Hassel. Am Fröschenpfuhl scheint es jemand auf die Radfaher abgesehen zu haben. Förster und Stadt wissen nichts von dem Problem. Von Michael Aubert

Christian Stopp ist leidenschaftlicher Sportler. Er joggt regelmäßig und fährt gerne mit dem Rad. Alleine oder mit Freunden und gerne in der Natur. Am liebsten rund um Fröschenpfuhl in Hassel. Vielleicht macht er deshalb einen so gelassenen Eindruck. Obwohl er sich seit Monaten maßlos ärgern könnte. Denn irgendjemand legt dem Hasseler und seinen Kompagnons anscheinend immer wieder große Äste und Bäume in den Weg.


„Ich beobachte das jetzt schon seit einem Jahr“, erzählt der Hasseler, „dass irgendjemand auf den Wegen rund um den Fröschenpfuhl Äste und ganze Nadelbäume auf die Wege zerrt“, um, so seine Vermutung, „die Radfahrer zu ärgern“. Es seien auch immer wieder die selben Wege, die blockiert würden und ihn und seine Mitradler zum Absteigen zwängen. „Ich habe eine Zeitlang die Äste immer gleich wieder weggeräumt.“ Allerdings mit eher mäßigem Erfolg. „Meistens waren sie oft am nächsten Tag schon wieder dort“, erklärt er.

Dabei ginge es ihm jetzt gar nicht darum, zu bequem zum Drumherumfahren zu sein, schließlich fällt auch sonst immer mal wieder ein Ast auf den Weg. „Aber das ist mutwillig und einfach gefährlich“, sagt Stopp. Es gehe ihm um Rücksicht und gegenseitigen Respekt: „Ich habe einen Freund, der im Rollstuhl sitzt, deshalb bin ich diesbezüglich auch sensibilisiert.“

Grundsätzlich ist die Zuständigkeit am Fröschenpfuhl in Hassel nicht eindeutig zu klären. Wie Förster Michael Weber mitteilt, gibt es rund um den Fröschenpfuhl neben Privatwald auch Stadt- und Staatswald. Weber bestätigt auch, vor mehreren Wochen gerufen worden zu sein – allerdings nur, um einen vom Sturm abgebrochenen und auf den Weg gefallenen Ast wegzuräumen. Auch die Stadt St. Ingbert teilt auf Anfrage mit, dass bei der Fachabteilung bis zum jetzigen Zeitpunkt keine Meldungen über Äste oder Bäume, die Waldwege im Umfeld des Fröschenpfuhls blockieren würden, eingegangen seien. Auch lägen keine Beschwerden von Radfahrern über Spaziergänger oder umgekehrt vor.

Die Stadtverwaltung bestätigt aber, dass es am Fröschenpfuhl mehrere Waldbesitzer gibt. Der größte Teil sei Staatswald, ein kleiner Teil, direkt um den Festplatz Fröschenpfuhl, sei städtisches Eigentum. Zusätzlich gebe es noch kleinere Parzellen in privatem Eigentum.



Weber erklärt in diesem Zusammenhang, dass Radfahrer wie Spaziergänger grundsätzlich alle Forstwege nutzen dürften. Zumal die Strecke Richtung Kirkel zu den schöneren gehöre. Grundsätzlich aber, so Peter Gaschott, Pressesprecher der Stadt St. Ingbert, erfolge die Benutzung des Waldes auf eigene Gefahr.

Besondere Sorgfalts- und Verkehrssicherungspflichten seien ihm zufolge nicht begründet. Die Vorschriften des Straßenrechts und des Straßenverkehrsrechts blieben unberührt. Deshalb gebe es auch keine Verpflichtung für die Waldbesitzer, die Wege regelmäßig zu kontrollieren. Auch wenn die Waldwiese und die Waldwege „Am Fröschenpfuhl“ ein beliebtes Ausflugsziel sind. Für Spaziergänger, für Familien mit kleinen Kindern, Joggern und eben auch Radfahrern.

Ein Hindernis nach dem andern: SZ-Leser Christian Stopp beobachtet seit Monaten, dass die Wege am Fröschenpfuhl in Hassel immer wieder mit Ästen und Bäumen blockiert sind. Will jemand den Radfahrern im Wald den Spaß verderben?
Ein Hindernis nach dem andern: SZ-Leser Christian Stopp beobachtet seit Monaten, dass die Wege am Fröschenpfuhl in Hassel immer wieder mit Ästen und Bäumen blockiert sind. Will jemand den Radfahrern im Wald den Spaß verderben? FOTO: Christian Stopp