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Leibniz-Chef kriegt Bau-Erfahrung

Erik Brill vor dem neu gestalteten Außenbereich des St. Ingberter Leibniz-Gymnasiums. Foto: Jörg Jacobi
Erik Brill vor dem neu gestalteten Außenbereich des St. Ingberter Leibniz-Gymnasiums. Foto: Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi
St Ingbert. Erik Brill, 45, ist neuer Leiter des St. Ingberter Leibniz-Gymnasiums. Er sieht viel Gutes an seiner neuen Schule, weiß aber auch um die Mühen, die ihm mit den bevorstehenden Bauarbeiten an der Schule noch ins Haus stehen werden. Michael Beer

Der hochmoderne und unter einigen "Geburtswehen" errichtete Anbau am alten Standort des Leibniz-Gymnasiums ist längst Ort schulischen Alltags. Aber auch der neue Chef des Leibniz, der sich am Montag den Schülern vorgestellt hat, wird sich jenseits der pädagogischen und organisatorischen Aufgaben eines Schulleiters in das weite Feld des Bauens und Sanierens einarbeiten müssen. Natürlich sei der Neubau "super, genial, perfekt", sagt Erik Brill, aber schulische Normalität werde so schnell nicht einkehren. Mit zwei weiteren Baujahren rechnet der 45-Jährige, der die Leitung nach einem Jahr der Vakanz an der Spitze des Gymnasiums jetzt übernommen hat. Wo die Freiwillige Ganztagsschule (FGTS) als Verbindungsstück zwischen Neu- und Altbau entstehen soll, graben die Bagger derzeit in der Erde. Eineinhalb Jahre Bauzeit stehen im Raum. Und die notwendige Sanierung des Altbaus werde ebenfalls viel mehr Zeit in Anspruch nehmen, als nach ersten statischen Problemen zu erwarten war. Also warten auf das St. Ingberter Gymnasium, seine Schüler, Eltern, Lehrer und den neuen Direktor zwei weitere Jahre, die auf allen Seiten Geduld und Flexibilität einfordern werden.

Das stört den Neuen aber nur bedingt. Nach 13 Jahren am Albert-Schweitzer-Gymnasium Dillingen, wobei er die letzten sechs stellvertretender Schulleiter war, ist das Leibniz-Gymnasium für ihn eine neue Herausforderung. In den Ferien habe er schon viele Kollegen kennengelernt. Von einer "herzlichen Aufnahme" spricht Brill, ein Bild seines neuen, 68-köpfigen-Teams, festige sich immer mehr. Auch die rückläufige Schülerzahl hat er sehr wohl registriert. "Das ist ausbaufähig", sagt der neue Leiter dazu und hofft auf die Zusammenführung der beiden Standorte Alt-/Neubau und das Gebäude aus den 70er Jahren im Schmelzerwald, in dem derzeit noch die unteren Klassen untergebracht sind. Die Schule werde zusammenwachsen und damit werde alles etwas leichter. Leichter hat es der neue Chef jedenfalls schon mal mit dem Anfahrtsweg. Er wohnt mit seiner Frau und den beiden Kindern in Lautzkirchen. St. Ingbert ist da im Vergleich zu Dillingen natürlich ein Katzensprung. Die Mittelstadt ist dem gebürtigen Idar-Obersteiner, der in Saarbrücken Sport und Biologie studiert und in der Landeshauptstadt auch seine ersten Schritte im Lehrerberuf gemacht hatte, alles andere als fremd. Seine beiden Kinder, acht und zehn Jahre alt, spielen dort im Verein Basketball.

Im Neubau zwischen Koelle-Karmann- und Römerstraße lernen die höheren Jahrgänge jetzt schon mit einer "perfekten Ausstattung", sagt Brill. Wenn der Altbau saniert und die FGTS errichtet ist, werde das Leibniz insgesamt eine richtig moderne Schule sein: "Wenn wir dann umziehen und die beiden Standorte zusammenführen, wird alles sehr, sehr schön." Und der Schulleiter kann seinen Zusatz-Job als Bau-Direktor an den Nagel hängen.