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Wandern mit dem Landrat
Landrat endeckt so manches Kleinod

Landrat Theophil Gallo (Mitte mit OB Hans Wagner) erkundete bei einer seiner Wanderungen im Kreis auf Schusters Rappen den St. Ingberter Stadtteil Hassel.
Landrat Theophil Gallo (Mitte mit OB Hans Wagner) erkundete bei einer seiner Wanderungen im Kreis auf Schusters Rappen den St. Ingberter Stadtteil Hassel. FOTO: Maria Müller-Lang
Hassel. Sommerwanderung mit Theophil Gallo führte rund um Hassel. Sägeweiher und Triebscheider Hof waren Stationen. red

Im Rahmen des Jubiläums „200 Jahre Landkreis“ begibt sich Landrat Theophil Gallo zu Fuß auf Spurensuche und wandert in den sieben Kommunen des Kreises, diesmal war Hassel der Ausgangsort. „Ich freue mich auch heute wieder auf die Wanderung und auf alles Neue, was mich hier erwartet. Diese Touren sind eine echte Bereicherung für mich. Ich konnte schon viele interessante Gespräche führen und habe Kleinode entdeckt, von denen ich vorher nichts wusste“, begrüßte der Landrat gut gelaunt die Wandergruppe am Startpunkt. Auch Oberbürgermeister Hans Wagner war mit von der Partie und freute sich ebenfalls: „Bei herrlichem Wetter heute in unserer wunderschönen Landschaft zu wandern…was kann es Schöneres geben?“


Die Führung übernahm Wolfgang Henn, Geschäftsführer Saarpfalz-Touristik, als gebürtiger Hasseler für ihn ein Heimspiel. Nach dem Start ging es zunächst über die Eisenbahnbrücke in den Wald Richtung Frohnsbachtal. Die erste Station war der Fröschenpfuhl in Hassel, eine idyllische Grill- und Picknickwiese mitten im Wald, die gerne als Festplatz genutzt wird.

Weiter ging es durch das Frohnsbach- und Geißbachtal Richtung Niederwürzbach, vorbei an dem Naturdenkmal „Braut und Bräutigam“ – eine Buche und eine Eiche, eng umschlungenen und miteinander verwachsen. An der nächsten Station am Sägeweiher erzählte Wolfgang Henn, dass dieser früher als Badeweiher genutzt wurde und ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern war. An seinem Damm sind heute noch die Fundamente der früheren Umkleidekabinen erkennbar.



Eine artesische Quelle am Wegesrand war der nächste Haltepunkt, bevor die Wandergruppe den Niederwürzbacher Weiher erreichte. Vor der alten Villa auf der Halbinsel des Sees informierte der Wanderführer über die Geschichte des imposanten Gebäudes. Dr. Carl Ehrhardt, Hospitalarzt in St. Ingbert, ließ 1903 die Villa als Hochzeitsgeschenk für seine Tochter Auguste Maria erbauen. Architekt war der Österreicher Georg von Hauberrisser, der unter anderem auch die Rathäuser in München und Saarbrücken geplant hat.

Nach diesem Zwischenstopp war das nächste Ziel, der Triebscheider Hof, nicht mehr weit. Der Besitzer Gerd Kolb empfing die Besucher um Landrat Gallo und OB Wagner. Kolb hat das Gehöft 2011 erworben und mittlerweile ein beeindruckendes Gestüt zusammen mit seiner Tochter aufgebaut. „Wir haben hier in den letzten Jahren viel geleistet, und mindestens genauso viel Arbeit liegt noch vor uns“, so Kolb in seinen Ausführungen. Landrat Gallo zeigte sich sichtlich beeindruckt von der Anlage und sprach von einem unschätzbar wertvollen Kleinod inmitten der Biosphäre. Im dazugehörigen Biergarten konnten sich die Wanderer ausruhen, plaudern und mit Rostwürsten und kühlen Getränken stärken. Eine Führung mit Stadtarchivar Dieter Wirth durch die Hasseler Heimatstube setzte den Schlusspunkt einer kurzweiligen Tour rund um Hassel.