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Kunstwiese im Spiegelsaal

Niederwürzbach. Schrill-Provokantes trifft auf experimentelle Farbigkeit: Die Kunstwiese 2013 folgt den Wetterprognosen, zieht in den Spiegelsaal des Annahofs. Es wurde eine facettenreiche Reise durch die Kunstwelt mit Ausblick auf die Kunstwiese Nummer fünf im kommenden Jahr. Von SZ-MitarbeiterinBrigitte Quack

. "Da es schwierig ist, mit all unseren Bildern umzuziehen, sind wir gleich in den Spiegelsaal gegangen", erklärt Mia Sabine Groll die Entscheidung, den Wetterprognosen ihren Tribut zu zollen und die "Kunstwiese 2013" im Innern stattfinden zu lassen. So ging es denn vorbei an den Bildhauern um den St. Ingberter Erich Morlo, die sich im Freigelände des Annahofs über das erstaunlich gute Wetter freuten, rein in den schönen, hellen Spiegelsaal.

Direkt zu den neuesten Werken von René von Boch, der mit seinen hintergründigen skurrilen Gemälden dem allzu Gefälligen entgegen trat. Deren Schrill-Provokantes traf zwar nicht jeden Geschmack, doch es setzte einen mutigen, individuellen Kontrapunkt und regte durchaus zu Diskussionen an. Doch dies war erst der Anfang einer facettenreichen Reise durch die Kunstwelt mit insgesamt elf Kunstschaffenden der Region, deren Werke Wände, Tische und Podeste zierten. Eine bunte Schau, die aufgrund ihrer Farben und ihrer Vielfalt überwältigte, zumal diese durch die vielen Spiegel multipliziert wurden.

Dass vor allem Rot aus Iris Rickarts abstrakten Gemälden hervorleuchtete, lag wohl an ihrer experimentellen Technik, bei der unter anderem auch Wachs zum Einsatz kam. Damit wetteiferten die Farben der benachbarten Werke von Astrid Woll-Hermann und Ingrid Ulrich-Schäfer, die ebenfalls die abstrakte Richtung jede auf ihre eigene Art vertraten. Mitten im Raum dann sorgten die reduzierten formschönen Keramiken von Dorothea Weigenand aus Böckweiler für ein wenig Entspannung, bevor der Blick wie magisch von Peter Limbachs Fotografien angezogen wurde. Auf realen Naturbildern basierend hat der Bexbacher Fotograf seine Aufnahmen digital zu farbintensiven, psychedelisch anmutenden Bildwelten umgestaltet.

Üppiger Natur verpflichtet

Der üppigen Natur verpflichtet waren auch die in vielen Grünnuancen wogenden Acrylgemälde von Gabi Michel, die den kleinen Ausschnitt abstrahierten und ins Riesenhafte vergrößert ins Bild brachten. So trugen diese Werke ebenso den "grünen" Biosphärengedanken in sich wie einige von Mia Sabine Grolls Arbeiten, die in ihrer kraftvollen Zeichensprache bewusst auf Holz oder Pappe gewirkt wurden. An Karl-Heinz Hillens Galeriestand gab es unter anderem wieder Kunst von der Stange saarländischer Machart, sprich mit Gollenstein und Lyoner, während Silke Manderscheid ihre abstrakten, in zarten Farben auf die Leinwand gebrachten Gefühlswelten präsentierte. Gemeinsam mit Mia Sabine Groll hatte sie diese nunmehr vierte Kunstwiese - ausnahmsweise im Rahmen des Biosphärenfestes - organisiert und freute sich über den "großen Zuspruch". Da auch Rita Walle viele Besucher vor ihren eigenen farbenprächtigen, Hundertwasser-inspirierten Werken registrierte und an ihrem Kinderstand "einiges los war", sind alle zufrieden und der nächsten Kunstwiese steht nichts im Wege.