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Leserbrief
Angebot ist massiv geschrumpft

Kultur in St. Ingbert red

Für mich ist es sehr erstaunlich, dass gerade die CDU-Fraktion sich Gedanken über ein „Exit-Szenario“ bei der Baumwollspinnerei macht. Hatte doch der vor dem jetzigen OB damals tätige CDU-OB Georg Jung die Investition in die Baumwollspinnerei veranlasst und damit einen Knebelvertrag akzeptiert, der die Stadt schon viele Millionen Euro gekostet hat, ohne dass bis heute eine Fertigstellung in Sicht ist. Ebenso haben wir es der gleichen CDU-Führung zu verdanken, dass das Albert-Weisgerber-Museum geschlossen wurde und damit Räumlichkeiten für einen optimalen Kunstbetrieb verloren gingen. Hinzu kommt, dass mit dieser Schließung alle Werke des weit über Deutschland hinaus bekannten Künstlers für die Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich sind und man nach München oder Hamburg reisen muss, um entsprechende Werke zu bewundern. Es ist nicht verständlich, dass das Kulturangebot unserer Stadt in diesen Jahren ebenfalls massiv eingeschrumpft wurde und heute viele Kunstschaffende unter dieser Situation zu leiden haben. Auch wenn mit den Kunstausstellungen in den Räumlichkeiten der Galeristin Doris Tabillion, den Jazztagen und den Theater- und Kabarettaufführungen einiges geboten wird, sollte St. Ingbert sich wieder kulturell breiter aufstellen und jungen Künstlern wieder eine breitgefächerte Plattform bieten.


Peter Jedanowski, St. Ingbert