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Künstlersymposium
Ein Flair wie am Pariser Montmatre

Künstlersymposium: Charles Reslinger, Pierrette Jager und Karl Lagaly (von links) mit Besuchern aus Reichenbrunn.
Künstlersymposium: Charles Reslinger, Pierrette Jager und Karl Lagaly (von links) mit Besuchern aus Reichenbrunn. FOTO: Brigitte Quack
St. Ingbert. Das Künstlersymposium am Café Kraus in St. Ingbert fand am Samstag großen Anklang. Von Brigitte Quack

Schon vor dem Café Kraus in der Kaiserstraße 9 war es zu spüren, dieses französische Flair, welches das deutsch-französische Künstlersymposium stets begleitet. Denn dort hatte sich der französische Maler Ernest Barth mit seiner Staffelei positioniert und zeigte einige seiner wunderbaren Aquarelle, die ihn als Meister seines Fachs zu erkennen geben. Der Kunst folgend führte der Weg weiter zu Charles Reslinger, Pierrette Jager und Konrad Wesigerber, die ihre Malutensilien hinter den geöffneten Toren neben dem Cafè in einem malerischen Innenhof aufgebaut hatten.


Da zudem auch noch das Wetter mitspielte, fühlte man sich an den Pariser Montmartre erinnert und begab sich gerne weiter auf die Suche nach den Künstlern. Um ihnen über die Schulter zu schauen, ein wenig zu plaudern und sich vielleicht auch ein wenig Inspiration zu holen. Denn Kunst ist ja – wie Picasso schon sagte – dazu da, den Staub des Alltags von der Seele zu waschen.

So riss der Besucherstrom am vergangenen Samstag nicht ab. Obwohl der Standort des von Max Grand-Montagne und Erich Morlo in Zusammenarbeit mit dem Verein für Handel und Gewerbe, dem Heimat- und Verkehrsverein sowie der Stadt organisierten Künstlersymposiums ein neuer war: das Café Kraus als historischer Ort, der nicht nur in Verbindung mit St. Ingberts großem Malersohn Albert Weisgerber steht, sondern einst auch als politischer Treffpunkt begehrt war.



Und seit letztem April dank der neuen Cafébetreiberin Marie-Christine Knapp wieder mit neuem Leben und dem „Duft frischer Backwaren“ gefüllt ist, wie Hausbesitzerin Stephanie Bubel freudig mitteilte. Ihr ist es zu verdanken, dass sich am Samstag die Tore öffneten und den Weg durch den schönen Hinterhof in ein großes, parkähnliches Gelände freigaben. In eine kleine Oase hinter den Mauern der Stadt, die sie seit Jahren liebevoll pflegt und in eine Wohlfühllandschaft verwandelt hat.

Dort gaben weitere Künstler von dies- und jenseits der Grenze Einblick in ihre Kunst: die bekannten St. Ingberter Bildhauer Egon Irmscher, Erich Morlo und Annerose Al Sandouk waren ebenso mit von der Partie wie Max Grand-Montagne, Heinrich Kluding und France Schwieder – allesamt trugen sie bei zu dem Erfolg dieses grenzüberschreitenden Künstlersymposiums.