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Familien-Partei
Familien-Partei kritisiert den „Stillstand“ am alten Hallenbad

St. Ingbert. Die Familien-Partei in St. Ingbert hat angeregt, den Ausstieg der Stadt aus dem Projekt „Altes Hallenbad“ zu prüfen. Die Geduld vieler St. Ingberter sei erschöpft, so der Chef der Partei, Roland Körner, in einer Pressemitteilung. red

Manche Projekte in der Stadt entwickelten sich unterschiedlich. In der Poststraße erlebe man ein hohes Interesse seitens eines Investors und eine rasche Projektrealisierung, beim alten Hallenbad sehe jeder Stillstand – seit Jahren. Hier könne bald ein unrühmliches „Jubiläum“ des Stillstandes gefeiert werden. Seit zehn Jahren lähme er die Entwicklung der Stadt. Immer wieder würden Argumente mit Warten auf den Investor vorgebracht, um im Umfeld nichts tun zu müssen, zum Beispiel die Offenlegung des Rohrbachs, die Sanierung des Kanals, die Aufwertung des Spielplatzes, so Körner. Nach Auffassung der Familien-Partei sei dies mehr als unbefriedigend.


Zehn Jahre Stillstand hießen aber auch, die St. Ingberter Innenstadt habe sich verändert. Aus dem alten Hallenbad sei zwischenzeitlich nur ein Schandfleck geworden, das ursprüngliche Projekt leider nicht realisiert, so Körner. „ War das Projekt zum Zeitpunkt der Vorstellung in Sachen Seniorenbetreuung und -pflege ein erstes interessantes stadtweites Projekt zur Angebotsverbesserung in dem Bereich, sind inzwischen doch einige weitere Angebote entstanden beziehungsweise in konkreter Realisierung.“ Viele Weichenstellungen der vergangenen Jahre hätten zu Recht die Senioren und deren Bedarf an Pflege im Blick, das Image einer Seniorenstadt wolle man aus Sicht der Familien-Partei allerdings nicht anstreben. Dies müsse auch das Signal an die Investoren sein. Wichtig für St. Ingbert sei nach Auffassung der Familien-Partei aber weiterhin die Ansiedlung eines Hotels. Ob man dies heutzutage mit anderen Nutzungen verbinden könnte oder sollte, etwa Gastronomie, Biergarten, Wohnen auf einem Filetstück, seien Fragen, die andere Investoren heute möglicherweise anders beantworten würden. „Weiter auf ein Wunder am Bau zu warten, hilft nicht: zeitnahes Tun oder Ausstieg stehen auf der Agenda“, so Körner. Der Investor werde zu deutlich mehr Engagement und Aktivitäten aufgefordert. Zum Jahresende würde man von Seiten der Familien-Partei auch ein Ausstieg aus dem Projekt nicht mehr ausschließen. Eine Behandlung des Themas „Stadtbad“ im Rat sei für dessen letzte Sitzung in diesem Jahr terminiert. Für 2019 sollte man wissen, wohin die Reise gehe.