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Abfallbetrieb
Koalition zieht positive Müll-Bilanz

St. Ingbert. Die Koalition aus CDU, Familien-Partei und Bündnis 90/Die Grünen zeigt sich hocherfreut über die Ergebnisse der ersten beiden Jahre des Abfallbetriebes in städtischer Hand. Allen Skeptikern und Unkenrufen zum Trotz entpuppe sich der Abfallbetrieb, wie von Koalitionsseite immer vorhergesagt, als Erfolgsmodell. red

Das Jahr 2016 weise schon ein erfreuliches fünfstelliges Ergebnisplus auf, und im Jahr 2017 gebe es sechsstellige Ergebnisüberschüsse des Betriebes. Logische Folge dieses „vorausschauenden Handelns der Mehrheitskoalition“ für die St. Ing-
berter seien die nun zum 1. Januar beschlossenen abermaligen Gebührensenkungen. Damit schlage das Kilogramm Restmüll in St. Ing-
bert mit 31 Cent zu Buche; beim EVS seien die Gebühren mit 39 Cent pro Kilogramm um über ein Viertel höher. Ein Haushalt mit 140 Kilo Restmüll und 120 Kilo Biomüll spare im Eigenbetrieb im Jahr etwa rund 20 Euro gegenüber dem EVS, in Summe eine Ersparnis von etwa 320 000 Euro. Während viele andere öffentliche Betriebe in den Gebühren stiegen, könne hier der Abfallbetrieb auch dank des positiven Abfallverhaltens der Bürger zu einer Entlastung beitragen. Ein Dank gelte Werksleiter Gerd Lang, der unter schwierigen Rahmenbedingungen großartige Arbeit geleistet habe. Nochmals betont die Koalition die Vorteile des Eigenbetriebs: Anreize zur Mengensteuerung und -reduzierung, ein gänzlich ausfinanzierter Betrieb, was keine Lasten auf künftige Generationen verschiebe, sozialversicherungspflichtige Beschäftigung, was den Beschäftigten ein ausreichendes Einkommen ermögliche. Hinzu kämen Einsparungen im städtischen Haushalt im sechsstelligen Bereich – Geld, das in die Sanierung von Infrastruktur wie Grundschulen und Straßen investiert werden könne. Im erfolgreichen Betrieb wolle man künftig den Service-Gedanken noch verbessern. Die Koalition denke hier an ein häufigeres Leeren der Papiertonne und noch bürgerfreundlichere Öffnungszeiten von Wertstoffhof und Grünschnittdeponie. Die Entsorgung der Wertstoffe über den gelben Sack will die Koalition aufmerksam begleiten. Verbesserungen der Entsorgung und Vermarktung der im Wertstoffhof abgegeben Wertstoffe stünden zudem auf der Agenda.