| 21:16 Uhr

Kneippanlage
Kneipp-Anlage muss wohl nicht umziehen

Eine Lösung, die der Kneipp-Anlage in Oberwürzbach einen steten Wasserzufluss garantiert, scheint gefunden.
Eine Lösung, die der Kneipp-Anlage in Oberwürzbach einen steten Wasserzufluss garantiert, scheint gefunden. FOTO: Cornelia Jung
Oberwürzbach. Derzeit zeigt sich der Wasserlauf in der Kneippanlage in der Friedhofstraße von seiner besten Seite. Die Becken sind gut gefüllt, was nicht nur die Mitglieder des Kneipp-Vereins freut, sondern auch den Ortsrat. In schöner Regelmäßigkeit gibt es nämlich im Frühjahr, Herbst und Sommer, vor allem immer dann, wenn es längere Trockenperioden gab, Beschwerden. Entweder die Anlage ist komplett trocken gefallen oder der Wasserstand durch den versiegten Frischwasserzulauf so niedrig, dass sich durch das stehende Wasser Algen ansiedeln oder sich im Becken Pflanzenreste sammeln.

Derzeit zeigt sich der Wasserlauf in der Kneippanlage in der Friedhofstraße von seiner besten Seite. Die Becken sind gut gefüllt, was nicht nur die Mitglieder des Kneipp-Vereins freut, sondern auch den Ortsrat. In schöner Regelmäßigkeit gibt es nämlich im Frühjahr, Herbst und Sommer, vor allem immer dann, wenn es längere Trockenperioden gab, Beschwerden. Entweder die Anlage ist komplett trocken gefallen oder der Wasserstand durch den versiegten Frischwasserzulauf so niedrig, dass sich durch das stehende Wasser Algen ansiedeln oder sich im Becken Pflanzenreste sammeln.


Bereits seit einigen Monaten versuchten städtische Mitarbeiter, die Ursachen zu finden. Eine technische Ursache scheint nicht das Problem zu sein, aber die zugeführte Wassermenge ist wohl zu gering. Um einen dauerhaften Wasserlauf zu garantieren, waren Christian Lambert von der Umwelt-Abteilung der Stadt und seine Kollegen auf der Suche nach Alternativlösungen. In der jüngsten Ortsratssitzung berichtete Lambert über diese Bemühungen.

Zuerst habe man sogar den „Umzug“ an einen Alternativstandort erwogen. „Das Waschhaus hätte sich angeboten. Wir versuchen immer, zuerst nach Möglichkeiten auf städtischem Grund und Boden zu schauen, denn dort ist man nicht von Dritten abhängig und autark“, so Lambert. Das sei die von ihm favorisierte Variante gewesen, zumal dort ein stetiger Wasserzufluss gewährleistet sei. Allerdings hätte es einiger Umbauten bedurft, die mit dem Denkmalschutz des Gebäudes nicht vereinbar waren. So wäre an diesem Platz nur ein Neubau im Auslaufbereich des Waschhauses in Frage gekommen, was natürlich kostet. Also seien noch einmal die Möglichkeiten am jetzigen Standort geprüft worden, zumal ein Anlieger seine Mithilfe in Aussicht gestellt hatte. In dessen Keller in Sichtweite des Kneipp-Beckens wird das von der Quelle ankommende Wasser in einem Revisionsschacht gefasst. Würde dieser Schacht umgebaut und eine neue Wasserleitung verlegt, könnte man den Zulauf in Zeiten knappen Wassers über eine künstliche Einspeisung regeln – entweder über das Aufdrehen des Wasserhahnes oder eine Lösung mit dem Einbringen eines Schwimmers, der einen zu geringen Wasserstand „erkennt“.

Doch: Bevor es zu diesen Umbauten kommt, muss mit dem Anlieger ein Gestattungsvertrag geschlossen werden. Unter Umständen würden bei dieser Variante, die den geringsten Eingriff in bestehende Systeme bedeute, auf den Verein zusätzliche Wasserkosten zukommen. Allerdings hielten sich diese im Rahmen, da die Anlage nicht das ganze Jahr laufe. „Das ist ein Vorschlag, der einen stabilen Zufluss schafft“, freute sich Ortsvorsteherin Lydia Schaar, „und er ist praktikabel.“ Auch dem Wunsch des Kneipp-Vereins, die Anlage in der Friedhofstraße zu belassen, werde so entsprochen. Ortsratsmitglied Patrick Schmitt (CDU) bedankte sich im Voraus für das Entgegenkommen des Anliegers bei der Lösungssuche: „Die Familie handelt im Sinne der Allgemeinheit“, sagte Schmitt.