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Ostereier-Suchen
Kinder stöbern nach Schokolade-Schätzen

Zahlreiche Kinder nahmen an der Ostereiersuche der Kahlenbergfreunde Rohrbach teil. Foto: Jörg Martin
Zahlreiche Kinder nahmen an der Ostereiersuche der Kahlenbergfreunde Rohrbach teil. Foto: Jörg Martin FOTO: Jörg Martin
Rohrbach. Das Ostereiersuchen der Rohrbacher Kahlenbergfreunde verzeichnet eine Rekordbeteiligung. Von Jörg Martin

Montagnachmittag gegen 14.45 Uhr. Auf dem Kahlenberg herrscht an diesem zweiten Osterfeiertag richtig Trubel. Wanderer bevölkern den Aussichtspunkt ebenso wie Radfahrer und Leute mit Hunden. Auffällig viele Kinder sind oben auf dem Plateau zu sehen. Viele von ihnen haben Körbe oder große Taschen dabei. Es herrscht ein Gewusel wie in einem Bienenstock. Der Nachwuchs und die Eltern haben ein Ziel: So viel wie möglich bei der alljährlichen Ostereiersuche der Kahlenbergfreunde Rohrbach mitzunehmen. Auf dem Kahlenberg versteckt sind Schokoeier, gekochte Eier und Schokohasen.


Dementsprechend groß ist die in den Gesichtern erkennbare Erwartungshaltung. Das Wetter hält. Zwar ist es bewölkt, doch dafür zeigt sich der Frühling mit Temperaturen um die 15 Grad. Manch einer kam gar mit kurzer Hose. Andere Autofahrer hatten gar das Sonnendach weit geöffnet. Die Menschen lechzen nach einem Ende des langen Winters und des trüben Wetters.

„Wir machen das zum 13. Mal“, blickt Jörg Schuh im Gespräch mit unserer Zeitung zurück. Der Vorsitzende der Kahlenbergfreunde kann sich noch gut an die Anfangszeit erinnern. „Das war die erste Veranstaltung 2005“, sagte er zu den Besuchern. Damals waren die Veranstalter eine reine Stammtischrunde. Die Rechtsform des Vereins kam erst später. Ursprünglich war das Ganze eine Idee des Pfälzerwaldvereins. Die Kahlenbergfreunde haben die schöne Tradition dann übernommen. Heute ist der Pföälzerwaldverein Mitglied bei den Kahlenbergfreunden, erklärt Schuh. Er sprach von „einem Rekordbesuch“ und nannte 107 Anmeldungen als Beleg dafür. 150 Hasen, 600 bunte Eier und 1000 Schoko-Eier haben die drei Sponsoren – die Pension Gerti, die Bauunternehmung Roland Weber und die Rosen-Apotheke – zur Verfügung gestellt.

Organisatorisch lagen die Fäden in der Hand der Deutsche Pfadfinderschaft St. Georg (DPSG) Rohrbach. Zwölf Pfadfinder sorgten dafür, dass nicht nur alles gut versteckt, sondern auch zu finden war. Michael Staut und sein Team hatten viel Liebe zum organisatorischen Detail bewiesen. Aggressivität oder „Abjagen“ von Ostereiern, wie es in anderen Orten oft an der Tagesordnung ist, gibt es hier nicht. Mit ein Grund dafür ist auch, dass es zwei Gruppen gibt. Die Kindergartenkinder suchten rund um den Spielplatz nahe der Hütte. Die Schulkinder wurden von den Pfadfindern zur Eiersuche in den Wald geführt.

„Auf zum großen Fest“, rief etwa ein Vater lachend dem Sohnemann zu, als es von der Eröffnung an der Hütte zum Suchbereich losging. Viele Eltern lotsten ihre Kinder durch das Geäst und das Laub rund um den Spielplatz. Schnell zeigten die ersten Eiersucher ihre vollgefüllten Taschen mit ihrer Ausbeute. „Mama, ich habe eine Eierschale gefunden“, rief der kleine Tim seiner Mama zu. „Die darf der Wald gerne behalten“, entgegnete Claudia Sobosniok dem Jungen lachend. „Ohhh, da vorne sind ja noch welche“, rief derweil ein Mädchen und sprang von der Schaukel herunter, um die bunten Eier einzusammeln.