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| 19:52 Uhr

Kinder erleben Historisches und erkunden die heimische Wildnis

Die Kinder des Ferienprogramms der Stadt hatten ihren Spaß auch beim Spiel in der Gustav-Clauss-Anlage, wo sie vom Oberbürgermeister (Hintergrund) besucht wurden. Foto: Cornelia Jung
Die Kinder des Ferienprogramms der Stadt hatten ihren Spaß auch beim Spiel in der Gustav-Clauss-Anlage, wo sie vom Oberbürgermeister (Hintergrund) besucht wurden. Foto: Cornelia Jung FOTO: Cornelia Jung
St Ingbert. Im Sommerferienprogramm, das die Stadt St. Ingbert zusammen mit dem Kreis organisiert hatte, bot zwei Wochen voller spannenden Entdeckungen. Vom Spaß, den der Nachwuchs hatte, konnte sich auch der OB überzeugen. Cornelia Jung

Von wegen, die Jugend von heute interessiert sich nicht für Geschichte. Es kommt nur drauf an, wie spannend und hautnah sie vermittelt und "verpackt" wird. So wie das beim Sommerferienprogamm, das von der Stadt St. Ingbert in Kooperation mit dem Kreis organisiert wird, geschehen ist. In der ersten Halbzeit des zweiwöchigen Programms erlebten 25 Kinder bei "Geschichte auf der Spur" einen interessanten Streifzug in die Vergangenheit. Eine Stadtrallye in Saarbrücken mit Besuch der Kasematten oder ein Besuch der Burg Kirkel vermittelte den jungen "Historikern", wie die Menschen früher gelebt haben. In Kirkel versuchten sich die Teilnehmer beim Bogenschießen und fertigten Geldbeutel an. Ein Besuch der Burgen Monclair und Malbrouck war so recht nach dem Geschmack der Ferienkinder. Das Ziel bei den französischen Nachbarn begeisterte besonders durch das "Schlossfeeling" und besonders die Jungs waren beeindruckt von der dort gezeigten Samurai-Ausstellung.

Während die großen Strecken mit Bus und Bahn zurückgelegt wurden, kam aber auch die Bewegung nicht zu kurz. Das Laufen war nicht jedermanns Sache, dafür gab es in Mettlach eine Schleusenfahrt und eine Überfahrt mit der Fähre. Allein das war ein Erlebnis, für manche Teilnehmer gar eine Premiere. Einige Spielplätze wurden unterwegs "gekapert" und versucht, alte Gemäuer zu erklettern. Mit einer Wald-Wiesen-Woche rings um St. Ingbert ging es in dieser Woche dann in die zweite Ferienprogramm-"Runde", an der 40 Kinder teilnahmen. Da wurden dem Wald einige "Geheimnisse" entlockt und die Kinder lernten, wie sie mit seinen Schätzen in der (St. Ingberter) Wildnis überleben können. Hier stand der Nachhaltigkeitsgedanke im Vordergrund, wie Stadtjugendpfleger Jörg Henschke sagte. Die Ferienkinder sammelten Naturmaterialien am Glashütter Weiher, bauten daraus Hütten, Angeln und Schiffe, mittags wurde gegrillt und Stockbrot gebacken. Am Ende der Woche bauten sie mit Revierförster Helmut Wolf Flöße am Niederwürzbacher Weiher. Zwischendrin wurde ein Spaßtag im Kurpfalzpark eingelegt.

Am Dienstag besuchte der Oberbürgermeister die muntere Truppe, als sie gerade an einem der begehrten Schattenplätzchen im St. Ingberter Stadtpark "Katz und Maus" spielten. "Gefällt's euch denn beim Ferienprogramm?", fragte Hans Wagner . Das bejahten die Kinder und auf die Frage, was man noch anbieten könne, hieß es nur: "Mittagsschlaf." Den wünschte sich allerdings, wohl nicht ganz ernst gemeint, eine Betreuerin. Die meisten Kinder wollen im nächsten Jahr wiederkommen. Das ist ein Lob für die Organisatoren. "Wir planen das ganze Jahr durch das Programm. Wenn es dann soweit ist und wir sehen, dass es gefällt, ist das toll", freute sich Jugendpflegerin Julia Eck. Auch sie konnte die zwei Wochen, obwohl es für sie Arbeit ist, genießen. "Das ist mal was anderes als die Arbeit im Büro", sagt die seit Mai bei der Stadt Beschäftigte.