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Doch kein Pflegestreik
Kein Pflegestreik im Kreiskrankenhaus

Im Kreiskrankenhaus verständigten sich  Geschäftsführung und  ver.di über eine Entlastung der Pflegekräfte auf der Intensivstation.
Im Kreiskrankenhaus verständigten sich Geschäftsführung und ver.di über eine Entlastung der Pflegekräfte auf der Intensivstation. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Gewerkschaft und Geschäftsführung einigen sich über den  Personaleinsatz auf der Intensivstation. Von Manfred Schetting

(red) Die Gewerkschaft ver.di und das Kreiskrankenhaus in St. Ingbert  haben sich bei der personellen Ausstattung der  Klinik geeinigt. In einer gemeinsamen Presseerklärung heißt es: „In den bereits seit Dezember vergangenen Jahres sehr konstruktiv geführten Gesprächen zwischen dem Pflegepersonal der Intensivstation und der Geschäftsführung, wurde unter Mitwirkung des ärztlichen Direktors, der Pflegedirektorin und des Vorsitzenden des Betriebsrates sowie des Gewerkschaftssekretärs Michael Quetting, die aktuelle Pflegekräftebesetzung der Station einer eingehenden Erörterung unterzogen und Einvernehmen über Entlastungsmaßnahmen erzielt.“ Geschäftsführung und ver.di-Sekretär Michael Quetting äußerten sich am Montag zufrieden über die erreichten Verbesserungen. Durch Neueinstellungen und organisatorische Veränderungen, wie beispielsweise dem Einsatz von Assistenzpersonal, werde die intensivmedizinische Versorgung in St. Ingbert auch zukünftig auf hohem Niveau gewährleistet. Bei krankheitsbedingten Personalausfällen erfolge eine Anpassung der Behandlungskapazitäten an den Pflegepersonalbestand. Der Versorgungsauftrag des Kreiskrankenhauses bleibe so gewährleistet. Pflegepersonal und Quetting würdigten die erzielten Entlastungen und nehmen von der angedrohten Ankündigung Abstand, künftig nicht mehr über die arbeitsvertraglichen Pflichten hinaus arbeiten zu wollen. Michael Quetting betonte, dass selten eine Einigung mit einer solchen Ernsthaftigkeit und Wertschätzung wie in St. Ingbert erzielt worden sei. Dies sei ein guter Tag für die Beschäftigten im Kreiskrankenhaus. Ausdrücklich danke er den Kolleginnen und Kollegen für  Mut und  Ausdauer, aber auch der Geschäftsführung für ihre Lösungsbereitschaft.