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Jetzt soll ein Staatssekretär helfen

Oberwürzbach. Bisher vergeblich fordern Oberwürzbacher Kommunalpolitiker einen Zebrastreifen an der Bushaltestelle in der Hauptstraße. Jetzt soll Wirtschafts- und Verkehrs-Staatssekretär Jürgen Barke helfen. Cornelia Jung

Es ist dunkel und die Oberwürzbacher Grundschulkinder, die die St. Ingberter Südschule besuchen, laufen aus den umliegenden Oberwürzbacher Straßen an ihre Bushaltestelle in der Hauptstraße. Sie, die auf Grund ihrer Größe sowieso schon einen geringeren Blickwinkel und weniger Übersicht über die Straße haben als die "Großen", müssen an dieser neuralgischen Ecke, wo Ommersheimer Straße, Friedhofstraße und Flurstraße auf die Hauptstraße treffen, höllisch aufpassen. Und wenn sie dann noch spät dran sind, müssen sie auf die andere Straßenseite, weil der Bus am Waschhaus dreht und die Haltestelle "An de Pump" die letzte Möglichkeit ist, in die Schule zu kommen. An dieser Stelle müssen die Kinder alle Sinne geschärft haben. Hier kam es schon zu einem Unfall und vielen brenzligen Situationen, auch weil viele Autofahrer schneller als die an dieser Stelle vorgeschriebenen 30 Kilometer pro Stunde fahren.

Das ist die tägliche Situation, die Dunja Sauer von der SPD-Ortsratsfraktion Jürgen Barke , Staatssekretär im Ministerium für Wirtschaft, Arbeit, Energie und Verkehr, am Freitagnachmittag vor Ort im Beisein von Ortsvorsteherin Lydia Schaar (CDU ) und weiterer Ortsratsmitglieder schilderte. Wie eine Lösung aussehen könnte, erklärten die Anwesenden auch gleich: ein Zebrastreifen muss her. Ist das realisierbar, und wo soll er hin? Das waren die Fragen, die Barke klären helfen sollte. Zuvor war das Anliegen des Überwegs bereits an verschiedenen zuständigen Stellen negativ beschieden worden.

Barke schaute sich diesen unübersichtlichen Kreuzungsbereich an und versprach, mit Straßenverkehrsexperten nach Lösungen zu suchen.

Er wies aber auch darauf hin, dass bei Realisierung des Zebrastreifens unter Umständen eingezeichnete Parkplätze von Anwohnern weichen müssten. "Der Überweg darf den Kindern nicht nur Sicherheit vermitteln, sondern muss auch sicher sein", so Barke. "Vor allem muss er an einem Straßenabschnitt realisiert werden, der weithin einsehbar ist." Dunja Sauer betonte, dass bei einer "Wegefindung" nichts vorrangiger sei als die Sicherheit der Kinder.