| 20:46 Uhr

Unsere Woche
Jetzt sind CDU und Freie Wähler gefordert

FOTO: SZ / Robby Lorenz
Nach Gersheim hat die SPD in Mandelbachtal Flagge gezeigt: Ormesheims Ortsvorsteherin Maria Vermeulen geht für die Sozialdemokraten bei der Bürgermeisterwahl im kommenden Frühjahr ins Rennen. Ihr erster Auftritt: große Ankündigungen.

Na da sind wir aber mal gespannt, was die Mandelbachtaler SPD-Bürgermeisterkandidatin Maria Vermeulen so alles auf der Pfanne hat. Sie wolle als Verwaltungschefin nach dem Motto „Aktiv für Mandelbachtal – gestalten statt verwalten“ agieren. Reimt sich, hört man oft, ist aber angesichts leerer Kassen ganz schön schwer. Und dass sich die 56-jährige SPD-Kandidatin zwei Problemen widmet, die den Menschen unter den Nägeln brennen, ist nicht verwunderlich im beginnenden Wahlkampf. Der Schutz vor Starkregen- und anderer Unwetterereignisse sowie das Thema Verunreinigungen im Trinkwasserbereich sind nämlich Dauerbrenner, die alle Mandelbachtaler oft in Atem gehalten haben. Falls sich das Wassernetz als marode herausstellen sollte und sich daraus ein größerer Investitionsbedarf ergebe, sei allerdings nicht nur die Gemeinde gefordert. Auch das Land müsse dann finanziell beispringen, hat Vermeulen schon mal vorsorglich Hilfe aus Saarbrücken angemahnt. Dass das hochverschuldete Mandelbachtal sich nicht aus eigener Kraft aus dem Schuldensumpf retten kann, scheint ihr also bereits klar zu sein. Pläne zu einer Zusammenlegung der Gemeinde mit den Nachbarkommunen Blieskastel und Gersheim, wie es bereits vor Jahren erörtert wurde und hitzige Debatten auslöste, erteilt die Ormesheimer SPD-Ortsvorsteherin allerdings eine klare Absage. Für sie gelte: „Zusammenarbeit ja, Zusammenlegung nein!“. Hier müsste jetzt eigentlich die Freie Wählergemeinschaft (mal wieder) auf den Plan treten, denn die FWG war diejenige Fraktion in Mandelbachtal, die eine Fusion mit anderen Kommunen nie ausgeschlossen hat. Vielleicht stellt die FWG ja auch einen Kandidaten zur Bürgermeisterwahl auf. Große Sprüche ist man ja von den Kommunalpolitikern um FWG-Fraktionschef Gerhard Hartmann gewohnt. Verantwortung zu übernehmen, ist allerdings etwas ganz anderes, wäre aber nur konsequent – zumal die FWG sich als einzige Kraft sieht, die die wahren Interessen der Bevölkerung konsequent vertritt. Und die CDU? Sie sollte sich langsam auch mal entscheiden, ob sie hinter Amtsinhaber Gerd Tussing steht oder nicht. Ein langes Zaudern in der Kandidaten-Frage könnte bei den Wählerinnen und Wählern so ankommen, wie die SPD das sieht: Dass die Christdemokraten unschlüssig sind, ob sie ihren eigenen Bürgermeister überhaupt wieder ins Rennen schicken wollen.