| 21:16 Uhr

Pin zum Fastnachtsumzug
Jahr der Bienen dient als Vorlage für Fastnachts-Pin

Der  Fastnachtspin der Session 2017/18 vereint das Bienen-Jahr und das Jahr der Nachhaltigkeit in einem Motiv. Er entstand in Handarbeit bei der Firma „Zinn-Kayser“. Foto: Cornelia Jung
Der Fastnachtspin der Session 2017/18 vereint das Bienen-Jahr und das Jahr der Nachhaltigkeit in einem Motiv. Er entstand in Handarbeit bei der Firma „Zinn-Kayser“. Foto: Cornelia Jung FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Der St. Ingberter Fastnachtsumzug ist eine liebgewonnene Tradition, auf die keiner mehr verzichten will. Tausende Besucher kommen am Fastnachtssonntag jedes Jahr in die Stadt, um sich den bunten Lindwurm anzuschauen, der bisher vom Heimat- und Verkehrsverein (HVV) organisiert wurde. Angesichts der zunehmenden Sicherheitsvorkehrungen, die auch mit entsprechenden Kosten verbunden sind, konnte der Verein das nicht mehr stemmen. Von Cornelia Jung

Für die Stadt kam es nicht in Frage, eine der Attraktionen in der fünften Jahreszeit sterben zu lassen, weshalb sie für den diesjährigen Umzug verantwortlich zeichnet. Eine Sache hat sich allerdings nicht geändert – der Fastnachts-Pin wird weiterhin vom HVV unter dem Vorsitz von Konrad Weisgerber auf den Weg gebracht.


In den vergangenen Jahren wurde das Motiv von „Skandälchen“ im Lokalen oder auch Jubiläen vorgegeben. Mangels entsprechender „Aufreger“ hätte es in diesem Jahr schwierig werden können, eine entsprechende (Steil-)Vorlage zu bekommen. Wenn da nicht das Bienenjahr gewesen wäre, das 2018 im Jahr der Nachhaltigkeit aufgeht. Auch das Amt von Bienenkönigin Kerstin Zürn wurde um ein Jahr verlängert. Da lag es natürlich nahe, ein Bienchen als Anstecker zu kreieren. Das war gar nicht so leicht, wie aus der Ideenschmiede des HVV zu hören war. „Biene, Blütenwiese und Nachhaltigkeit sind hochaktuell“, fanden die Mitglieder des Orga-Teams und man sollte meinen, Biene, Blume, Wabe, Sessionsjahrgang hätten als Motiv gereicht.

Zu einfach, zu wenig plakativ sei das, fand ein Kritiker des ersten Entwurfs von Weisgerber. „Das is awwer nitt luschdisch“, so sein Urteil. Also wurde „Mister Bien“, so der Arbeitstitel des Pins, noch mit einer roten Nase, einem Röckchen und der obligatorischen Narrenkappe ausgestattet. Entwurf Nummer Zwei hielt dem strengen Urteil der vereinseigenen Jury stand, und so entwickelte die Firma VGS (Zinn-Kayser) in Rohrbach daraus mehrere Varianten. Die Variante der Biene ohne Fühler, aber dafür mit rot-weißer Kappe, transparenten Flügelchen und einem lilafarbenen Blümchen machte das Rennen. Die Pins wurden im Sechser-Block aus Zinn gegossen und in liebevoller Handarbeit bemalt. Eintausend Stück wurden produziert, um dem Fastnachtsumzug finanziell „unter die Arme zu greifen“.

Die Bienen-Pins gibt es zu 2,50 Euro das Stück bei den St. Ingberter Fastnachtsvereinen, in der Buchhandlung Friedrich, der Edelweiß-Hütte in Rohrbach, auf der Howwelser Fasenacht oder an der Info-Theke des Rathauses.

Der Fastnachts-Pin der Session 2017/18: Eine Biene.
Der Fastnachts-Pin der Session 2017/18: Eine Biene. FOTO: Cornelia Jung