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Galerie Ka
Inspiration der alltäglichen Dinge

In der ersten Ausstellung in der neuen Galerie Ka (von links). Isabelle Schmitt, Marika Flierl, OB Hans Wagner und Andrea Fischer.
In der ersten Ausstellung in der neuen Galerie Ka (von links). Isabelle Schmitt, Marika Flierl, OB Hans Wagner und Andrea Fischer. FOTO: Brigitte Quack
St. Ingbert. Isabelle Schmitt stellt neue Werke in der städtischen Galerie KA aus, die neu in der Kohlenstraße zu finden ist. Auch gibt es Führungen mit ihr durch die Schau.

Zehn Jahre ist es her, dass Isabelle Schmitt in der Galerie KA erstmals ihre Acrylgemälde der Öffentlichkeit präsentierte. Damals war die kleine städtische Kunstgalerie gerade in die Räumlichkeiten der St. Ingberter Stadtbücherei eingezogen. Da passt es, dass gerade sie die erste der Hobbykünstler ist, die ihre Werke am neuen Galeriestandort im VHS-Zentrum in der Kohlenstraße zeigen können.


Oberbürgermeister Hans Wagner, der sich bei der Ausstellungs-Präsentation für die farbenfrohen Gemälde begeisterte, war zudem angetan von der Idee, „die Werke einer Künstlerin auszustellen, die seit zehn Jahren im Rathaus arbeitet“. Aber sich in Anlehnung an die jubiläumsträchtige Zahl auf zehn Werke zu beschränken, wäre dann doch zu weit gegangen. So präsentiert die 28-jährige Kreative 25 Bilder im Flur zwischen den Unterrichtsräumen im VHS-Gebäude und bietet nicht nur den zahlreichen Kursbesuchern die Möglichkeit, sich mit Bildender Kunst zu beschäftigen. Sie hat auf Anregung von VHS-Leiterin Marika Flierl und Kunsthistorikerin Andrea Fischer auch Termine festgesetzt, an denen sie durch die Ausstellung führt. „Ihre Werke bieten sehr viel Gesprächsstoff, da sie aus vielen unterschiedlichen Themenbereichen stammen“, meinte Flierl, deren Anliegen es ist, Kunst und Publikum miteinander in Kontakt zu bringen. So freute sie sich, als die Teilnehmer eines Deutschkurses umgehend das Angebot annahmen. Da Isabelle Schmitt gekonnt gegenständlich in leuchtenden Farben malt, kamen in der Tat einige Gespräche zustande. Was die VHS-Leiterin sogleich als Bestandteil gelungener Integrationsarbeit ansah.

Inspiration findet die Malerin in Formen und Farben der Natur, aber auch in den Dingen des täglichen Gebrauchs wie etwa einem Bleistiftspitzer. Den hat sie so versiert in Szene gesetzt, dass die Versuchung groß ist, hinzugreifen – zumal am unteren Bildrand tatsächlich echte Spitzabfälle angebracht wurden. Auch in einigen anderen Bildern collagiert sie zum Thema passende Materialien, die die Bildaussage haptisch unterstreichen.

Doch das Spektrum ist weit und reicht von gestochen scharfen Abbildungen auf schwarzem Grund über fantasievolle Landschaftsbilder bis zur Auseinandersetzung mit der St. Ingberter Marke „Becker’s Pils“. „Quer durch die Kunstgeschichte“, so Andrea Fischer, hat die geübte Malerin die legendäre St. Ingberter Biersorte in einer vierteiligen Serie bildnerisch in Szene gesetzt: neben da Vincis Mona Lisa lassen hier auch Kubismus, Jugendstil und Pop-Art grüßen.

Die Ausstellung „Isabelle Schmitt. Acrylmalerei“ ist bis zum 30. Mai zu sehen. Montag bis Donnerstag 8 bis 18 Uhr, Freitag 8 bis 12 Uhr. Führung am 17. April um 12.15 Uhr, am 24. April um 16.30 Uhr und am 4. Mai um 12.15 Uhr.