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Schautanz
Ingobertushalle wurde zur Showbühne

Die Gruppe „Mariposa“ der DJK-SG stellte sich erst zum zweiten Mal einer Wettkampfjury (rechts).
Die Gruppe „Mariposa“ der DJK-SG stellte sich erst zum zweiten Mal einer Wettkampfjury (rechts). FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Regelmäßig veranstaltet der Saarländische Turnerbund seinen Showgruppenwettbewerb „STB on stage“. Diesmal war die DJK-Sportgemeinschaft in St. Ingbert der Gastgeber. Von Cornelia Jung

„Bühne frei für Unterhaltung, Kunst und Sport“ hieß es am vergangenen Sonntag in der Ingobertushalle St. Ingbert. Denn die DJK Sportgemeinschaft St. Ingbert war in diesem Jahr Ausrichter von „STB on stage“, dem Showgruppenwettbewerb des Saarländischen Turnerbundes. Insgesamt 12 Gruppen aus dem ganzen Saarland und in verschiedenen Altersgruppen traten gegeneinander an, vier davon stellte allein die DJK-SG.


Es waren kurzweilige drei Stunden, die den Zuschauern da geboten wurden. Eisbrecher war die Gruppe „Mariposa“ mit fünf- bis siebenjährigen Mädels des gastgebenden Vereins, die erst ihren zweiten Wettkampf in dieser Formation bestritten. Der TuS Ottenhausen schickte in der Kategorie Kids, sieben bis 14 Jahre, ihre elf karibischen Piratendamen ins Rennen, der TV Köllerbach in der gleichen Altersklasse 12 kleine Monster. Diese mussten besonders tapfer sein, denn bei ihrem Einlauf streikte die Technik gleich dreimal. Sie belegten später in ihrer Kategorie trotzdem den ersten Platz, gefolgt von der Gruppe „Flores“ der DJK-SG, die mit einer Melodie aus dem Animationsfilm „Vaiana“ ihre zweite Wettkampfteilnahme bestritten und dem TuS Höchen, der die gleiche Melodie für seine Aufführung wählte. Die Höchener erregten Aufmerksamkeit dadurch, dass sie weniger die Show in den Vordergrund stellten , sondern vielmehr durch den Gebrauch von Bällen und Bändern die Gymnastik. Die Gruppe „Explosive“ der DJK SG startete bei den Erwachsenen und zeigte ihren Tanz aus „Grease“ bei der STB-Show zum ersten Mal. Damit landeten sie in ihrer Altersklasse auf dem Siegertreppchen.

Für besondere Begeisterung sorgte dann die Erwachsenen Line-Dance-Gruppe der heimischen Tanzschule Fess bei Moderatorin Corinna Staub: „Hurra, wir haben den ersten Mann auf der Fläche.“ Dieser sollte kein Unikat bleiben, denn auch in der „Mixed-Staffel“, in der generationen- und geschlechterübergreifend getanzt und geschauspielert wurde, waren die Männer zum Teil Hauptfiguren der Shows, mit denen ganze Geschichten in Musical-Manier erzählt wurden. Allen voran der TuS Ottenhausen mit seiner „Grease“-Adaption, die bereits beim Zuschauen Lust aufs Tanzen machte. Die Sportler im Alter von 14 bis 53 Jahre brachten den Rock‘n Roll in die Halle, während die Garde-Gruppe des TuS Ommersheim mit Teilnehmern von 12 bis 58 Jahren in eine ferne Galaxy vorstieß. Abräumer beim Mixed waren in dieser Kategorie die zehn Sportler von sieben bis 81 Jahre des TV Naßweiler, die Jury und Publikum mit viel Witz und selbst gefertigten Kostümen auf ihre „Reise ins Phantasialand“ mitnahmen.



Bei den Aktiven, für die die Tanzschule Fess und die spätere Gewinner-Gruppe „Lollipop“ der DJK-SG antraten, war das Niveau bei beiden Gruppen sehr hoch, die Sportler konnten sich aber gegen die Tänzer durchsetzen. Doch bei diesem Wettkampf galt das Motto „Dabei sein ist alles“. Die Teilnehmer hatten dort die Möglichkeit sich zu präsentieren, andere Vereine zu treffen und vor allem, Wettkampferfahrung zu sammeln. Gerade die Gruppen, die noch nicht so oft auftraten, wissen nun, dass auch mit der Musik nicht immer alles glatt geht, man improvisieren muss und dass man vor vielen Menschen, die zuschauen, keine Angst haben muss, sondern das Publikum und sein anspornender Applaus auch durchaus beflügeln kann.