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Saarpfalz-Kreis investiert in Erneuerung
In den Ferien werden die Schulen saniert

Vorm Altbau des Leibniz-Gymnasiums in St. Ingbert wird derzeit der obere Schulhof hergestellt. Die Arbeiten hierzu haben bereits vor den Sommerferien begonnen und sollen bis zu deren Ende abgeschlossen sein.
Vorm Altbau des Leibniz-Gymnasiums in St. Ingbert wird derzeit der obere Schulhof hergestellt. Die Arbeiten hierzu haben bereits vor den Sommerferien begonnen und sollen bis zu deren Ende abgeschlossen sein. FOTO: Manfred Schetting
St. Ingbert/Homburg . Viel Geld investiert der Kreis, um seine Schulen auf Vordermann zu bringen. Nicht alle werden in den Ferien fertig. Von Ulrike Stumm

Während die Schüler ihre Ferien genießen – mit einem Eis im Freibad, mit den Füßen am Meer oder an einem anderen lauschigen Plätzchen und ganz sicher Besseres im Kopf haben, als an ihre Schulen zu denken, ziehen dort die Handwerker ein. Die lange Sommerpause in den Klassenzimmern ist die Zeit, die gerne für große und kleinere Arbeiten genutzt wird.


Und wie wird entschieden, was wo gemacht wird? Bei der Planung der Arbeiten „werden vornehmlich bauliche und gesetzliche Notwendigkeiten sowie in Abstimmung mit den Schulen Notwendigkeiten für den Unterricht bedient“, informiert die Kreisverwaltung auf Anfrage unserer Zeitung.

Beim Blick auf die Mittelstadt fällt vor allem das Leibniz-Gymnasium St. Ingbert auf. Hier wurde ja bekanntlich bereits eine Millionensumme investiert. Nun wird der obere Schulhof hergestellt, und das kostet 465 000 Euro. Begonnen wurde hiermit bereits vor den Ferien, zum neuen Schuljahr will man fertig sein.



Am BBZ St. Ingbert werden 83 000 Euro „verbaut“. Hier wird zum Beispiel die Elektrohauptverteilung erneuert, Malerarbeiten sind geplant. Weiter geht es um die Umnutzung des ehemaligen Hausmeisterhauses zu Büros für die Schulsozialarbeiter. In der Gemeinschaftsschule St. Ingbert-Rohrbach stehen Malerarbeiten an. Und in Blieskastel wird an der Gemeinschaftsschule die Gebäudeleittechnik in mehreren Schritten ausgebaut. Zudem erhält die Förderschule neue Küchengeräte für die Lehrküche und die Essensausgabe.

Umfangreichere Arbeiten laufen ebenso in der Gemeinschaftsschule Gersheim. 108 000 Euro gibt der Kreis hier aus für die Sanierung des Dachs, den Brandschutz, für Akustik- und Schallschutzmaßnahmen sowie für Schlosser- und Malerarbeiten.

Die heftigen Gewitter samt Regen der vergangenen Wochen sorgten auch an den Schulen für Schäden. Diese beseitigt man etwa auf dem Sportplatz Wallerfeld in St. Ingbert: Hier wird für 10 000 Euro die Laufbahn gereinigt und repariert. Auch in der Förderschule St. Ingbert wird die Sanierung eines Wasserschadens nach dem Unwetter fällig, der Kreis rechnet hierfür mit 12 000 Euro an Kosten, saniert werden hier zudem die Lehrer-Toiletten für 12 500 Euro.

Während die Bauarbeiten in aller Regel am Anfang der Ferien beginnen und an deren Ende weitestgehend abgeschlossen sind, gibt es einige Schulen, an denen so umfangreiche Baumaßnahmen anstehen, dass sie sich ohnehin über eines oder mehrere Schuljahre ziehen.

Das ist zum Beispiel im Homburger Christian-von-Mannlich-Gymnasium so. Der Neubau, der Fachsäle, im Wesentlichen naturwissenschaftliche, also solche für Physik und Chemie sowie ein eingeschossiges Atrium als Bindeglied zwischen Neubau und Bestand beherbergt, wurde hier kürzlich erst eingeweiht. Nun geht es weiter. Zum einen mit ersten Maßnahmen im so genannten zweiten Bauabschnitt, bei dem ein bereits bestehender Gebäudeteil saniert wird, unter anderem wird ein Fluchttreppenturm gebaut. Nachdem dann der Neubau bezogen wurde, wird der alte naturwissenschaftliche Trakt zunächst einmal entkernt, anschließend komplett erneuert. Insgesamt veranschlagt der Kreis für das gesamte Bauprojekt etwa 9,5 Millionen Euro.

Dazu kommen im Mannlich vergleichsweise kleinere Arbeiten mit dem Ausbau der Gebäudeleittechnik sowie der Regelung der Lüftung in der großen Sporthalle, Kostenpunkt: 15 000 Euro, zudem wird für 13 000 Euro eine Fläche hergestellt, um eine tragbare Feuerwehrleiter aufstellen zu können.

Die Sanierung des Gebäudes im Mannlich-Gymnasium gehört also zu den Bauprojekten, die auch nach dem Sommer weiterlaufen. Definitiv über die Ferien hinausgehen werden zudem die Innenausbauarbeiten am Neubau des Saarpfalz-Gymnasiums Homburg. Das Gesamtprojekt schlägt hier mit etwa 2,7 Millionen Euro zu Buche. Zusätzlich sind Malerarbeiten in Höhe von 12 000 Euro geplant.

Neben diesen beiden Großprojekten wird eine ordentliche Summe ins BBZ Homburg investiert: insgesamt knapp 120 000 Euro. Dafür wird hier die Elektrohauptverteilung erneuert, Datenports werden ergänzt. Zudem wird die Laboreinrichtung der Chemie teilweise ersetzt. Dazu gibt es neue Heizungsverteiler inklusive der Regeltechnik in verschiedenen Trakten.

Auch in der Robert-Bosch-Schule in Homburg werden Datenports ergänzt. 24 000 Euro sind dafür laut Kreis angesetzt. Grundsätzlich erlauben Ports, was übersetzt etwa Tor oder Durchlass bedeutet, vereinfacht gesagt die Kommunikation zwischen Computern sowie mit dem Internet.

Die neue Sandrennbahn in Homburg bekommt für 37 000 Euro Akustikdecken inklusive neuer Beleuchtung. In der Förderschule Homburg wird ein neuer Maschinenraum hergerichtet samt neuer Maschinen, Kosten: 25 000 Euro.

In Bexbach fließt ein ordentlicher Batzen Geld in Arbeiten an der Gemeinschaftsschule. Für 180 000 Euro läuft hier die brandschutztechnische Sanierung im dritten Obergeschoss. In der Gemeinschaftsschule Kirkel in Limbach laufen für 20 000 Euro Maler- und Bodenbelagsarbeiten.

Bei so vielen Baustellen kommt finanziell so einiges zusammen. Das ist im Saarpfalz-Kreis so wie andernorts. Deutlich mehr als eine Million Euro werden im Sommer verbaut. Dabei sind die Arbeiten, die innerhalb der Großprojekte am Mannlich- und am Saarpfalz-Gymnasium in Homburg laufen, noch gar nicht mitgerechnet.