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"In Blickweiler lässt es sich gut leben"

Gut gelaunt startete beim Neujahrsempfang neben Berthold Klein (92) als Ältestem auch Blickweilers Ortsvorsteher Walter Boßlet (Sechster von links) ins neue Jahr. Foto: Hans Hurth
Gut gelaunt startete beim Neujahrsempfang neben Berthold Klein (92) als Ältestem auch Blickweilers Ortsvorsteher Walter Boßlet (Sechster von links) ins neue Jahr. Foto: Hans Hurth
Blickweiler. Die Singgemeinschaft der Männerchöre Frohsinn Blickweiler und der Liederkranz Blieskastel (Leitung Edwin Bustert) begrüßte die Besucher mit einem fröhlichen Melodienreigen. Ältester der 24 Akteure ist Berthold Klein (92), und als Neuzugang von zwei Bierbacher Chören verstärkte erstmals Kilian Kleinpeter als erster Bass den Chor-Zusammenschluss

Blickweiler. Die Singgemeinschaft der Männerchöre Frohsinn Blickweiler und der Liederkranz Blieskastel (Leitung Edwin Bustert) begrüßte die Besucher mit einem fröhlichen Melodienreigen. Ältester der 24 Akteure ist Berthold Klein (92), und als Neuzugang von zwei Bierbacher Chören verstärkte erstmals Kilian Kleinpeter als erster Bass den Chor-Zusammenschluss. "Ohne die Arbeit der ehrenamtlich Tätigen ist das intakte Gemeindeleben nicht möglich", stellte Ortsvorsteher Walter Boßlet beim Neujahresempfang in der Kulturhalle lobend heraus. Wichtige Projekte seien auf den Weg gebracht worden, so im Mai die Übergabe der Info-Tafel zur Römerzeit und der über 1000-jährigen Geschichte des Ortes am Freizeitweg. Eine Vitrine mit Fundstücken, präsentiert in der Volksbank, soll folgen.



Neu gestaltet sind die Spielplätze an der Kindertagesstätte und in der Dorfmitte, hier habe der Ortsrat 8800 Euro beigesteuert, und die Jugend darf sich über den neuen Multifunktionsplatz des Sportvereins als frei zugänglichem Kunstrasenplatz freuen. "Die in Eigenleistungen der Bürger ausgebauten Wanderwege rund um Blickweiler umfassen nun 22 Kilometer. 40 Wandergruppen haben die Wege am Rückert und am Osterberg seit Sommer bereits genutzt", bemerkte der Ortsvorsteher, der Otmar Gaa für die Beschaffung einer Kohlelore, aufgestellt an der Kulturhalle, dankte. Die Erweiterung des Friedhofs mit einer offenen Möglichkeit der Bestattung (Urnen können in normale Grabstätten) sowie die erste Waldruhestätte der Stadt Blieskastel 100 Meter weiter erwähnte Walter Boßlet ebenso wie die fleißigen Helferhände beim Weihnachtsmarkt. Als Anerkennung gab es für jeden teilnehmenden Verein von Andreas Moschel vom Kulturverein 100 Euro aus dem Erlös.

Für dieses Jahr sei der Einbau einer behindertengerechten Toilette in der Kulturhalle vorgesehen, ebenso die Modernisierung des 40 Jahre alten Halleneingangs. Der Dorfplatz und die Ruhezone am Freizeitweg aus Richtung Blieskastel sollen ansehnlicher gestaltet werden, und für den Neubau eines Feuerwehr-Gerätehauses habe der Ortsrat 150 000 Euro an Haushaltsmitteln beantragt. Mit einem neuen Konzept will Josef Schömann dem demografischen Wandel Rechnung tragen und für die Senioren eine Unterstützergruppe bilden. Großen Anklang für die älteren Bürger finden bereits der monatliche Dorftreff mit Christine Boßlet, Petra Becker und Monika Müller als Organisatoren, auch der Caritasausschuss um Wally Müller legt sich für die Senioren ins Zeug.

"In Blickweiler lässt es sich gut leben", resümierte Boßlet zum Abschluss, ehe seine Stellvertreterin Isabel Schorr an die Eltern der vergangenes Jahr Geborenen je 100 Euro aus dem Budget des Ortsrates als Startkapital überreichte. Eine Rekordzahl bei den Geburten verzeichnete man 2012 mit zehn Jungen und Mädchen, darunter die Zwillinge Paul und Anna-Lena der stolzen Eltern Sabrina und Erik Steis. hh