Wir möchten auf unserer Webseite Cookies und pseudonyme Analysetechniken auch unserer Dienstleister verwenden, um diesen Internetauftritt möglichst benutzerfreundlich zu gestalten.

Außerdem möchten wir und unsere Dienstleister damit die Besuche auf unserer Webseite auswerten (Webtracking), um unsere Webseite optimal auf Ihre Bedürfnisse anzupassen und um Ihnen auf unserer Webseite sowie auch auf Webseiten in verbundenen Werbenetzwerken möglichst interessante Angebote anzeigen zu können (Retargeting).

Wenn Sie dieses Banner anklicken bzw. bestätigen, erklären Sie sich damit jederzeit widerruflich einverstanden (Art. 6 Abs.1 a DSGVO).

Weitere Informationen, auch zu Ihrem jederzeitigen Widerrufsrecht, finden Sie in unseren Datenschutzhinweisen.

| 21:15 Uhr

Im Wechselbad der Wintergefühle

St. Ingbert/Bliestal. Der erste Schnee dieses Jahres hat die ganze Region in eine verträumte Winterlandschaft verwandelt. Endlich wieder eine Schneeballschlacht austragen oder den Schlitten auspacken - darum ließen sich Liam und Nika nicht zweimal bitten Von Oliver Bergmann und Michael Beer (SZ)

St. Ingbert/Bliestal. Der erste Schnee dieses Jahres hat die ganze Region in eine verträumte Winterlandschaft verwandelt. Endlich wieder eine Schneeballschlacht austragen oder den Schlitten auspacken - darum ließen sich Liam und Nika nicht zweimal bitten.Gemeinsam mit ihrem Vater Rainer zogen sie hinauf zum Kahlenberg nach Rohrbach - um dann mit atemberaubender Geschwindigkeit wieder hinunter zu düsen. "Die Strecke ist okay", sagt Rainer Müller mit der ganzen Erfahrung eines Schlitten-Piloten. "Vor zwei Jahren lag aber noch etwas mehr Schnee und der Berg war vereist. Jetzt wäre es noch schön, wenn die Kurve mit der Leitplanke gesichert werden könnte." Vor der hatte Liam aber gar keine Angst. "Mein Bob hat zwei Seile, damit kann ich ihn doch lenken."

So schnell wie die weiße Pracht vom Himmel fiel, so schnell waren die Menschen auch darum bemüht, Straßen und Gehwege wieder zu räumen. Neben den Streufahrzeugen war auch Werner Franzkowiak im Dauereinsatz - aber das war für den 84-Jährigen das reinste Vergnügen. Um sieben Uhr begann er, den Gehweg neben der stadteinwärts führenden Fahrbahn der Saarbrücker Straße zwischen der Haltestelle "Kastanienweg" und der Eisenbahnbrücke zu räumen. Hinzu kamen noch zwei Firmengelände. "Die Arbeit hält mich fit und ich bin an der frischen Luft", wirbt der Senior für das Schneeschieben. "Trotzdem: Im nächsten Winter werde ich mir wohl einen kleinen Pflug besorgen."

Der Schneefall hatte aber auch seine Schattenseiten. Verspätungen im öffentlichen Personenverkehr forderten Geduld von den Betroffenen. Im Straßenverkehr galt es besonders vorsichtig unterwegs zu sein. Die St. Ingberter Polizei registrierte zwei glättebedingte Unfälle. Richtig böse hätte es dabei auf der Landstraße zwischen Dudweiler und Rentrisch enden können. Dort überschlug sich gestern Morgen gegen 9.15 Uhr eine junge Frau mit ihrem Pkw. Das Auto rutschte auf dem Dach in die Böschung und blieb nur wenige Meter von dem Weiher am ehemaligen Naturfreundehaus liegen. Die Frau musste mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus. Ebenfalls in Rentrisch in der Straße Zur Rentrischer Kirche rutschte um kurz nach 10 Uhr eine Frau mit ihrem Wagen auf ein anderes Auto auf.

Auch im Bliestal passten sich die Verkehrsteilnehmer den äußeren Bedingungen an. Die Polizei Blieskastel sprach am Nachmittag von zwei witterungsbedingten Unfällen. In Breitfurt war eine Frau am Morgen um kurz vor acht Uhr mit ihrem Wagen gegen eine Laterne gerutscht. Auf der L 107 zwischen Flughafen Ensheim und Ommersheim berührten sich zwei entgegenkommende Wagen gegen 11 Uhr. Ob Freude oder Ärger ob des Wintereinbruchs - die Wetterdienste haben für die nächsten Tage weiter Frost und Schneefälle gemeldet.