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Höchstleistungen in der Küche

Auch Vinci Rubita lässt sich beim Webenheimer Bauernfest die Schlachtplatte schmecken. Foto: Erich Schwarz
Auch Vinci Rubita lässt sich beim Webenheimer Bauernfest die Schlachtplatte schmecken. Foto: Erich Schwarz FOTO: Erich Schwarz
Webenheim. Der befürchtete Problemfall Küche erwies sich als Volltreffer: Metzgermeister Georg Geiß und sein Team hatten nur vier Tage Vorlauf. Trotzdem wurde das Bauernfest-Schlachtfest am Mittwochabend ein toller Erfolg. Von SZ-MitarbeiterErich Schwarz

Schweißtreibende Temperaturen im Festzelt - gleichwohl war auch in diesem Jahr das Schlachtfest auf dem Webenheimer Bauernfest wieder ein großer Erfolg. Ob Haxen oder Schlachtplatten, ob Wellfleisch oder Leberknödel mit Kraut - am Mittwochabend wird traditionell Deftiges nachgefragt. Dabei war die Festzeltküche bis kurz vor dem Beginn des Webenheimer Bauernfestes der größte "Problemfall". Der vorgesehene Küchenbetreiber war quasi unmittelbar vor dem Beginn abgesprungen. "Wir hatten gerade einmal vier Tage Vorlaufzeit", stöhnt Metzgermeister Georg Geiß. Zusammen mit dem Pächter der Reithalle, Tom Schwarz, war er dann in die Bresche gesprungen. "Ich hatte am ersten Wochenende noch andere Verpflichtungen, da war ich froh, dass Tom präsent war und mich so gut unterstützt hat", erzählt der Wiebelskircher Metzger. An diesem Schlachtfestabend müssen er und seine knapp 15 Mitarbeiter in der Küche Hochleistung bringen: Etwa 1000 Essen gehen über den Küchentresen, da muss alles reibungslos funktionieren. "Es wird hier alles in der Festzeltküche frisch zubereitet, wir reichen alles frisch an, da wird nichts vorgekocht angeliefert", unterstreicht Geiß. Bisher ist er mit dem Festverlauf sehr zufrieden, schon am Eröffnungstag sei es trotz großer Konkurrenz anderer Veranstaltungen gut gelaufen.

Und flexibel reagieren muss auch Jürgen Blank aus Blickweiler. Der Bäcker liefert jeden Tag etwa 1000 Weck an die Festzeltküche. Für das Schlachtfest waren 20 Kilogramm Brot zusätzlich bestellt, schließlich gibt es zu den Schlachtplatten traditionell dunkles Brot. "Doch dann mussten wir etliche Kilo Brot nachliefern. Aber wir waren darauf eingestellt, das hat gut geklappt", erklärt der Blickweiler Bäcker, der nun öfter mit dem Wiebelskircher Metzger zusammenarbeiten wird.

Prächtige Stimmung herrschte im Festzelt, und dies war nicht zuletzt ein Verdienst des Musikvereins "Arion" Ensheim. Es war der Wunsch vieler Gäste, dass am Schlachtfest endlich wieder Blasmusik zu hören war. "Blasmusik gehört einfach zu einem Schlachtfest", meinte auch Sabine Moschel, Vorsitzende des Reitervereins. Auch sie ist mit dem bisherigen Festverlauf mehr als zufrieden. "Wir haben aber auch tolles Wetter", ist sich Festwirt Jonas Kirch der besonderen Wettersituation dieses Jahres bewusst. Für ihn geht es beim Bauernfest nicht zuallererst um Profit, "das ist so ein traditionsreiches Fest, das muss man mit Leidenschaft angehen", unterstreicht der Gastronom. Sicherlich sei vieles noch zu verbessern, aber das will er angehen. Denn wenn man ihn lässt, will er auch im kommenden Jahr wieder mit dabei sein. Aber zuerst müssen die kommenden Aufgaben erledigt werden. So ist am Samstag Oldtimer-Tag, etwa 400 Fahrzeuge erwartet Kirch dann auf dem Bauernfest-Gelände: "Jeder kann mit seinem Oldtimer vorbeikommen, da gibt es keine Anmeldefristen oder Meldegebühren", stellt der Festzeltwirt heraus. Am Sonntag steigt auf dem Festgelände die Veranstaltung "Faszination Pferd". Aber Höhepunkt und Abschluss wird auch in diesem Jahr wieder das musikalische Höhenfeuerwerk am Montagabend sein.

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