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Advent auf dem Rabensetin
Handgemachtes auf dem Rabenstein

Zimmermann Rainer Roschy (links) bot auf dem Rabenstein handgedrechselte Kerzen an.
Zimmermann Rainer Roschy (links) bot auf dem Rabenstein handgedrechselte Kerzen an. FOTO: Cornelia Jung
St. Ingbert. Der Adventzauber auf dem Rabenstein vor der Albert-Weisgerber-Schule begann mal ganz klein, wurde größer und ist längst schon mehr als ein Geheimtipp. Das große Interesse von Anbietern und Besuchern an dem Markt mit rund 20 Ständen, der bis ins vergangene Jahr auf den Schultern von zwei engagierten Frauen lag, verlangt ein gewisses Maß an Organisation, die beim 7. Markt am vergangenen Samstag in neuen Händen lag.

Ein vierköpfiges Orga-Team rund um Christina Wieth und Regina Schaubel übernahm und kümmerte sich um ein vielfältiges, abwechslungsreiches Angebot. „Wir haben am Anfang Vieles über eine WhatsApp-Gruppe gemanaget, dann war es ein Selbstläufer“, so Wieth. Eva Haag kommt als Anbieterin von selbst gemachten Dekoartikeln und individuellen Näharbeiten wie Taschen, Kissen oder kleinen Aufbewahrungsverhältnissen schon seit fünf Jahren aus Frankreich auf den Rabenstein. Und das nicht nur, weil ihre Freundin in der benachbarten Kinderkirche arbeitet, ihr den Markt empfahl und beide sich den Stand teilen. „Ich finde die Atmosphäre hier super, es ist sehr familiär“, schwärmt sie.



Der St. Ingberter Patrik Buchholz bot seine individuellen Holzarbeiten, unter anderem Kugelschreiber, Füller, Ringe und Pfeffermühlen, eher außerhalb der Stadtgrenzen an, obwohl er den „Adventzauber auf dem Rabenstein“ als Besucher der vergangenen Jahre bereits kannte. Eine andere Standbetreiberin empfahl ihm den Markt am Rabenstein und so bot er seine Liebhaberstücke auch in seiner Heimatstadt an. Ihm gehe es darum, seine im Nebenerwerb gefertigten Produkte bekannter zu machen, aber vor allem schätze er Gespräche, die sich natürlich um sein Angebot, aber auch das Handwerkliche drehten. „Mir war gar nicht bewusst, dass es hier so viel Kunsthandwerk gibt“, zeigte er sich beeindruckt von Backwerk, Marmeladen-, Likör und Chutneyvariationen, Keramik- und Holzarbeiten und natürlich den Stick-, Näh-, Häkel- und Strickarbeiten. Lieblinge der Kinder waren dabei handgefertigt Woll-Einhörner.

Eine Premiere hatten mit ihren Pfälzer Schaumküssen aus der Heimat des ehemaligen Pfarrers Arno Vogt, den selbst gemachten Schoko-Crossies und Zimtwaffeln auch die Messdiener von St. Josef, die mit einer guten Verkaufsstrategie überzeugten. Nachdem man einmal höflich aber bestimmt zum Kosten der Schokoladenkreationen verleitet wurde, kam man um den Kauf gar nicht mehr herum. Hausgemacht war auch die Musik und die Basteleien für Kinder, die Glas-Schneemänner „bauten“. Natürlich stellte sich die Bläserklasse der Grundschule den Gästen vor, in diesem Jahr aber auch das Jugendorchester der Bergkapelle. Die Turmbläser, der Glühwein und weihnachtliches Gebäck im Lichterschein stimmten am frühen Abend dann so richtig auf Weihnachten ein.