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Schulentwicklung
Bestandteil einer lebendigen Gemeinschaft

Die Rischbachschule ist eine der Grundschulen in St. Ingbert und, so die Stadtverwaltung, auch ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen kommunalen Gemeinschaft.
Die Rischbachschule ist eine der Grundschulen in St. Ingbert und, so die Stadtverwaltung, auch ein wichtiger Bestandteil einer lebendigen kommunalen Gemeinschaft. FOTO: Yvonne Handschuher
St. Ingbert. Trotz großer Herausforderungen, die auf die Stadt St. Ingbert zukommen, stimmte der Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales einstimmig dafür, die Trägerschaft der Grundschulen nicht an Kreis abzutreten.

Das Ministerium für Bildung und Kultur hat den eingereichten Schulentwicklungsplan der Stadt im Februar genehmigt. Nun wurde er dem Ausschuss für Kultur, Bildung und Soziales zur Kenntnisnahme vorgelegt. Die Übersicht erstreckt sich über einen Zeitraum von acht Jahren und zeigt den aktuellen Stand sowie die Prognosen in naher Zukunft auf.


Deutlich ersichtlich sind die begrenzten baulichen Kapazitäten, an die man früher oder später gelangen wird. Der Geburtenanstieg, die wachsenden Zuzüge sowie der Familiennachzug der Flüchtlinge tragen zur wachsenden Schülerzahl bei. Im Tagesordnungspunkt zur Zukunftsplanung der Grundschulen und der Freiwilligen Ganztagsschule stimmte der Ausschuss einstimmig darüber ab, die Trägerschaft der Einrichtungen nicht an den Landkreis abzutreten.

Die Stadtverwaltung versteht die Grundschulen als einen wichtigen Bestandteil einer lebendigen kommunalen Gemeinschaft und als eine ihrer wichtigsten Aufträge. Um in Zukunft nicht in die Situation zu kommen, Schüleranmeldungen ablehnen zu müssen, soll zudem geprüft werden, wie eine Ertüchtigung der Rischbach- und der Ludwigschule umzusetzen ist. Die ständig steigende Anzahl der zu betreuenden Kinder ist in den beengten Raumverhältnissen eine besondere Herausforderung.



Die Stadt bemüht sich, im Rahmen ihrer finanziellen Möglichkeiten die Schulen zu renovieren und auszubauen, um dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung gerecht zu werden. Das Konzept der Freiwilligen Ganztagsschule funktioniere bereits sehr erfolgreich und soll auch weiterhin umgesetzt werden. Neben dem Raumbedarf ist zudem die Modernisierung ein wichtiges Thema. Dazu zählen das Mobiliar, veraltete Rollos oder sanitäre Anlagen, aber auch die Anschaffung mit entsprechender IT-Ausstattung. Insgesamt sind die St. Ingberter Schulen dennoch gut aufgestellt. Sie verfügen über eigene Hausmeister und Reinigungskräfte und auch bei den Sekretärinnen wurde erst kürzlich aufgestockt.

Die IT-Ausstattung der Grundschulen wurde als gesonderter Tagesordnungspunkt im Anschluss behandelt. Ab der fünften Klasse gehört der Informatik-Unterricht an vielen Einrichtungen inzwischen zum festen Unterrichtsbestandteil. Eine entsprechende Grundlagenausbildung sollte daher bereits in der Grundschule erfolgen. In konstruktiver Zusammenarbeit wird derzeit zwischen der Stadtverwaltung und allen Grundschulleitungen eine Konzeption der Neuausrichtung der IT-Ausstattung an den St. Ingberter Grundschulen erarbeitet, um die Schulen für die Zukunft adäquat aufzustellen.

Die Arbeitsgruppe stellte fest, dass das Arbeiten mit fast 30 Schülern in den vorhandenen PC-Räumen kaum möglich ist. Die Zahl der gleichzeitig benötigten Rechner überlaste das Versorgungssystem und allein aus Platzmangel könne eine entsprechende Zahl an PCs oft nicht aufgestellt werden. Eine Umstellung auf Laptop mit Beamer oder Tablets erweise sich als wesentlich sinnvoller. Diese können zu Recherchezwecken zudem wesentlich besser in den Unterricht integriert werden. Die Schulen ziehen die Nutzung dieser Geräte dem Gebrauch von Smartboards vor.

Ein weiterer wichtiger Punkt stellt die Einrichtung eines W-Lan-Netzwerkes in den Klassensälen dar. Derzeit sind Ortsbegehungen der Schulen mit den Fachabteilungen angesetzt, um die Voraussetzungen zu klären und festzustellen was wo und wie möglich ist. Auch die Fortbildung der Lehrer, der Netzwerk- und Virenschutz sowie der Support sind Themen, die in den nächsten Ausschuss-Sitzungen weiter behandelt werden sollen.