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Grünflächen AG verteilt mehr Lob als Kritik

St Ingbert. Für die Pflege der Grünflächen muss der städtische Bauhof immer wieder viel Kritik einstecken. Zu oft wächst das Gras zu hoch. Die Grünflächen-AG des Ortsrates Mitte sprach Christoph Anstadt bei der Begehung der Anlagen rund um den Elstersteinpark zwar kein Riesenlob aus, aber der grüne Daumen zeigte deutlich nach oben. Von SZ-MitarbeiterOliver Bergmann

Unterm Strich herrscht Zufriedenheit mit den Grünanlagen im Beritt des Ortsrates St. Ingbert-Mitte, auf das die Arbeitsgemeinschaft Grünflächen stets ein Auge wirft. Das war im Vorjahr noch ganz anders. Damals kritisierte die AG um Initiator Klaus Becker (SPD) vor allem den hohen Brennnessel-Bewuchs am Ufer des Oberen Mäusbachs. Jetzt ist der Blick auf den Weiher nahezu ungetrübt. Ortsvorsteher Ulli Meyer (CDU) misst ihm eine hohe Bedeutung bei. "Das ist nicht nur ein Teich am Rande der Stadt, sondern ein Naherholungsgebiet für die Gäste des Mathildestifts und des DRK-Kurheims am Elstersteinpark." Weil vor allem die Besucher des DRK-Heims oft mehrere hundert Kilometer in Kauf nehmen, um nach St. Ingbert zu kommen, gehört die Parkanlage zu den ersten Eindrücken, die sie von der unbekannten Stadt sammeln - und die sind bekanntlich besonders viel wert. Mit dem Rollstuhl, auf den viele Erholungsbedürftige angewiesen sind, gibt es derzeit jedoch kaum ein Durchkommen zum Mäusbach, darauf wies Kurheim-Leiterin Sabine Schmitt die AG und den Bauhof persönlich hin. Christoph Anstadt und Gärtnermeister Albrecht Breyer von der Stadtgärtnerei teilten jedoch mit, dass diese Fläche Ende Juli oder Anfang August sowieso auf dem Schnittplan steht. Anschließend schaute die Gruppe am Schürener Weiher vorbei - und Ulli Meyer ließ durchblicken, wie sich ein hochzufriedener Ortsvorsteher anhört. "Schüren ist ein Schmuckstück", freute er sich.

Nicht nur hier hätten Bauhof und Gärtnerei sehr gute Arbeit geleistet. Auch mit dem Zustand der Gustav-Clauss-Anlage zeigte sich die AG zufriedener als noch vor einem Jahr. Ein Teil des Lobes für Schüren ging an Dieter Trost, der dies stellvertretend für seinen Bruder Horst entgegen nahm, der sich ehrenamtlich um die Kneipp-Anlage kümmert und diese in Schuss hält. Wie schwierig es für den Bauhof inzwischen geworden ist, Herr über den rasanten Bewuchs zu werden, verdeutlichen die Zahlen, die Breyer und Anstadt mitbrachten: "Was früher fünf Mitarbeiter erledigt haben, machen heute zwei. Das hat zum Beispiel zur Folge, dass das Mähgut nicht mehr eingesammelt wird."

Vernachlässigt, das gaben die beiden ebenfalls zu, habe man die Pflege der Blumenbeete. Aber auch hier ist Besserung in Sicht. "Wir holen das im August wieder auf", sagte Anstadt.