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Bündnis 90/Die Grünen
Grüne wollen das Kreiskrankenhaus langfristig sichern

St. Ingbert. () Mit Satzungsänderungsanträgen sowie Vorstands- und Delegiertenwahlen haben sich die St. Ingberter Grünen bei ihrer Mitgliederversammlung im DJK-Sportheim befasst. Im Amt der Vorstandssprecher wurden dabei Sabine de Haas und Rainer Keller einstimmig bestätigt. Schatzmeisterin bleibt Stephanie Riede, Schriftführer Christian Bohr. Konstanz auch bei den Beisitzern, zu denen Cornelia Best, Charlotte Mast, Martin Kaschek, Markus Schmitt und Jürgen Welsch gewählt wurden. red

(red) Mit Satzungsänderungsanträgen sowie Vorstands- und Delegiertenwahlen haben sich die St. Ingberter Grünen bei ihrer Mitgliederversammlung im DJK-Sportheim befasst. Im Amt der Vorstandssprecher wurden dabei Sabine de Haas und Rainer Keller einstimmig bestätigt. Schatzmeisterin bleibt Stephanie Riede, Schriftführer Christian Bohr. Konstanz auch bei den Beisitzern, zu denen Cornelia Best, Charlotte Mast, Martin Kaschek, Markus Schmitt und Jürgen Welsch gewählt wurden.


„Wir haben unsere Vorstandswahlen vorgezogen, um damit ein Zeichen für die Kommunalwahl 2019 zu setzen. Mit dieser großen Geschlossenheit und der riesigen Motivation sehe ich unser Team gut aufgestellt“, erklärte Sabine de Haas.

Inhaltlich wurde unter anderem über die Zukunft des Kreiskrankenhauses St. Ingbert beraten. Hierzu erläuterte Rainer Keller: „Durch die Kooperation des Kreiskrankenhauses mit dem Winterbergklinikum sehen wir die wohnortnahe und qualitativ hochwertige Gesundheitsversorgung in St. Ingbert und der Region als vorerst gesichert an.“ Im Gegensatz zu den Kliniken in Wadern und Dillingen, welche unter privater Trägerschaft der Marienhaus-GmbH laufen, werde das Kreiskrankenhaus St. Ingbert in kommunaler Trägerschaft geführt. „Dies erweist sich nun als stabilisierender Faktor“, so Keller.



Den 2015 von der großen Koalition im Bund beschlossenen Strukturfond, welcher Fördergelder für Krankenhausschließungen vorsieht sieht Keller äußerst kritisch: „Diese völlig falsch gesetzten Anreize bergen die Gefahr von weiteren ungeordneten Krankenhausschließungen. Schließungen allein aus wirtschaftlichen Gründen sind verantwortungslos gegenüber den Patienten und den betroffenen Mitarbeitern. Diese chaotische Förderpraxis der Zerstörung des gesundheitlichen Versorgungsnetzes darf keinesfalls fortgeführt werden. Wenn sich Krankenhausschließungen ausschließlich unter der Betrachtung wirtschaftlicher Faktoren vollziehen statt unter dem Gesichtspunkt der Versorgungsnotwendigkeit, dann läuft etwas gewaltig schief.“

Um die Zukunft des Kreiskrankenhauses auch langfristig zu sichern, wollen die Grünen auf inhaltliche Arbeit hinter den Kulissen statt auf Schaufensterpolitik setzen. Die Klinik brauche jetzt Stabilität und Ruhe, betonte Charlotte Mast, die auch Mitglied des Aufsichtsrates des Kreiskrankenhauses ist.