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Grüne: „Unser Trinkwasser braucht einen besonderen Schutz“

St. Ingbert. Anlässlich des Internationalen Tages des Wassers weist die Stadtratsfraktion der Grünen auf Versäumnisse hin, die durch einen löchrigen Kanal im Rohrbachtal bestünden. Stadt und Stadtwerke müssten aktiv werden. red

Zum gestrigen Internationalen Tag des Wassers hat die St. Ingberter Grünen-Stadtratsfraktion erneut den zeitnahen Anschluss der Abwasserkanäle von Spiesen und Rohrbach an die vorhandene Druckleitung und die Stilllegung des maroden Sammlers im Rohbachtal gefordert. Dazu der Fraktionsvorsitzende Jürgen Berthold: "Trinkwasser ist unser Lebensmittel Nummer eins und bedarf unseres Schutzes. Seit vielen Jahren fordern wir von Stadt und EVS, den löchrigen Kanal im Rohrbachtal stillzulegen, der an drei Trinkwasserbrunnen der Stadtwerke vorbeifließt. Ich bin fassungslos, dass der neue Abwassersammler des EVS entlang der Kaiserstraße nach zwölf Jahren immer noch nicht in Betrieb ist und das Abwasser weiter unsere städtischen Trinkwasserbrunnen gefährdet." Die Grünen-Stadtratsfraktion sieht die Versäumnisse vor allem beim EVS, der dem Grundwasserschutz in einem der wichtigsten Trinkwasser-Gewinnungsgebiete des Saarlandes bei seinen Planungen keine Priorität eingeräumt habe.

Sie sehe aber auch Versäumnisse beim den Oberbürgermeistern der Stadt, allen voran den OBs Jung und Brandenburg, "die als untere Wasserbehörde und Mitglieder in den Aufsichtsgremien des EVS untätig waren und den EVS durch die Verlängerung von Benutzungsgenehmigung gewähren ließen." Die Grünen fordern den amtierenden Oberbürgermeister Hans Wagner auf, auf allen Ebenen dafür Sorge zu tragen, dass die Sanierungen beschleunigt werden. Nur so könne verhindert werden, dass bei zunehmenden Trockenperioden infolge des Klimawandels Abwasser ins Grundwasser sickert und so die ausgezeichnete Qualität unseres Trinkwassers beeinträchtige.

Die Grünen- Ratsfraktion fordert auch die Stadtwerke auf, im Sinne des Grundwasserschutzes aktiv zu werden.