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Große Freude aufs Trainingslager

Training unter Palmen: Wie 2011 wird der FC Homburg auch in diesem Winter zum Trainingslager in den Süden fliegen. Vom 20. bis 27. Januar geht es für den Regionalligisten ins türkische Side. Foto: Markus Hagen
Training unter Palmen: Wie 2011 wird der FC Homburg auch in diesem Winter zum Trainingslager in den Süden fliegen. Vom 20. bis 27. Januar geht es für den Regionalligisten ins türkische Side. Foto: Markus Hagen
Homburg. Die Fußball-Regionalligisten beginnen so nach und nach ihre Vorbereitung auf die restlichen 17 Spiele der Saison. Der FC Homburg hat sich nach einer turbulenten Halbserie in der laufenden Saison 2012/13 mit dem abschließenden 2:0-Sieg gegen 1899 Hoffenheim II auf dem zehnten Tabellenplatz vom Jahr 2012 verabschiedet Von SZ-Mitarbeiter Ralph Tiné

Homburg. Die Fußball-Regionalligisten beginnen so nach und nach ihre Vorbereitung auf die restlichen 17 Spiele der Saison. Der FC Homburg hat sich nach einer turbulenten Halbserie in der laufenden Saison 2012/13 mit dem abschließenden 2:0-Sieg gegen 1899 Hoffenheim II auf dem zehnten Tabellenplatz vom Jahr 2012 verabschiedet. Das letzte Spiel beim SSV Ulm musste witterungsbedingt abgesagt werden. Für FCH-Trainer Christian Titz und seine Mannschaft ging es gestern mit dem ersten Training wieder los. Mit dabei sind auch die beiden Neuzugänge Björn Recktenwald (20 Jahre alt, Sturm) und der 22-jährige Mittelfeldspieler Hajrullah Muni. Fehlen wird dagegen Top-Torjäger Aleksandre Karapetian, der zum luxemburgischen Meister und Pokalsieger F91 Dudelange gewechselt ist.


Bei fast allen Vereinen unterhalb der beiden höchsten Ligen bereiten die unvorhersehbaren Wetterbedingungen im deutschen Winter den Verantwortlichen einiges an Kopfzerbrechen. Während die Bundesligisten Regen, Schnee und Eis in der Regel mit einer Rasenheizung Paroli bieten und so zumindest akzeptable Trainingsbedingungen herstellen können, ist ein solcher Luxus in der Regionalliga nur sehr wenigen Clubs vorbehalten. So musste auch der FCH zur Mitte der vergangenen Oberliga-Saison tagelang im Schnee üben, was die Qualität des Trainings entsprechend einschränkte. "Damit müssen sich alle Amateurvereine jedes Jahr herumschlagen", weiß auch FCH-Verteidiger Robin Vogtland um die Problematik.

Ein Trainingslager im warmen Süden Europas kommt da gerade recht. Vom 20. bis 27. Januar bereiten sich die Grün-Weißen im türkischen Side auf die Mission Klassenverbleib vor. "Wir freuen uns natürlich riesig auf das Trainingslager", sagt Vogtland über die vom FCH-Hauptsponsor finanzierte Reise. Zehn bis 15 Fans werden die Mannschaft nach Schätzung des FCH-Fanbeauftragten Markus Schlegel auf dem Trip in die Türkei begleiten. Gebucht sei laut Schlegel noch nichts, sodass sich Interessierte noch bei dem Fan-Beauftragten melden können.



"Das ist natürlich super interessant, weil wir so an spieltaktischen Dingen ganz anders arbeiten können. Ich erhoffe mir einiges davon", ist auch Titz begeistert von den Möglichkeiten vor Ort. Zudem möchte der Trainer die Zeit in der Türkei für Teambuilding-Maßnahmen nutzen. So soll unter anderem ein gemeinsamer Mannschaftsausflug stattfinden. "Wenn die Jungs dort zusammen auf einem Zimmer liegen, reden sie noch mal ganz anders miteinander", ist Titz von den positiven Auswirkungen der Reise auf den Zusammenhalt im Team überzeugt. Die Unstimmigkeiten, die zuletzt im Team geherrscht hatten, sieht der Trainer überwiegend "von außen hereingetragen. Dass Einzelne mal unzufrieden sind, ist normal. Aber ich bin Trainer einer Mannschaft und muss deshalb das große Ganze im Auge haben", sagt Titz.

Außerdem sei "ein bisschen Reibung gar nicht schlecht", führt er weiter aus, und ergänzt: "Wir haben eine intakte Mannschaft."