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Verbrauchertipp
Steigende Preise machen Dämmung rentabel

Steigt der Ölpreis, dann wird die Dämmung des Hauses wirtschaftlicher – das schreibt die Verbraucherzentrale des Saarlandes.
Steigt der Ölpreis, dann wird die Dämmung des Hauses wirtschaftlicher – das schreibt die Verbraucherzentrale des Saarlandes. FOTO: picture alliance / dpa / Patrick Pleul
St. Ingbert/Blieskastel. Energieberatunng der Verbraucherzentrale hat Tipps, welche Maßnahmen bei steigendem Ölpreis die Haushaltkasse schonen. Von red

1000 Euro für das Befüllen des Heizöltanks? Diese Zeiten sind vorbei. Heute beobachten Besitzer einer Ölheizung beunruhigt, wie der Ölpreis mal wieder stark nach oben geht. Kostete vor rund 50 Jahre das Barrel Öl fünf Dollar, waren es im letzten Jahr schon 55 Dollar. Aktuell übersteigt der Preis die 70-Dollar-Marke. „Die nächste Heizölrechnung wird teuer“, stellt Reinhard Schneeweiß, Energieberater bei der Verbraucherzentrale, fest.


Wer jetzt in die Dämmung seines Hauses investiert, handelt klug. Denn je teurer die Energie ist, desto schneller rechnet sich die Maßnahme. „Die Frage nach der Wirtschaftlichkeit einer energetischen Sanierung kann man nie allgemein beantworten“, sagt Schneeweiß. „Es hängt immer von den Rahmenbedingungen ab, und das sind in erster Linie die Kosten für die Beheizung des Hauses.“ Je dicker die Dämmung, desto weniger Energie geht verloren und umso mehr Geld spart man. Wie viel man in Zukunft spart, hängt allerdings wesentlich von den Preissteigerungen ab.

Den Einfluss der Inflation verdeutlicht folgendes Beispiel: Die Dämmung einer Hauswand aus den 60er Jahren kostet umgerechnet 150 Euro pro Quadratmeter. Bei einem Ölpreis vom letzten Jahr kann man 5,30 Euro pro Quadratmeter und Jahr an Energiekosten sparen. Bleibt der Ölpreis über die nächsten 30 Jahre auf diesem Niveau, sind die Kosten für die Dämmung in 28 Jahren wieder drin. „Geht man jedoch von der seit den 70er Jahren durchschnittlichen jährlichen Ölpreissteigerung von fünf Prozent aus, sieht die Rechnung ganz anders aus“, so Schneeweiß. Dann hat sich schon nach 18 Jahren die Dämmung bezahlt gemacht. Und nach 30 Jahren ergibt sich ein Gewinn von 200 Euro pro Quadratmeter.



Auch wenn der Druck des Ölpreises momentan von anderen politischen Ereignissen überdeckt wird, sei es sinnvoll, jetzt in die Dämmung der Häuser zu investieren – aus ökonomischen und ganz besonders auch aus ökologischen Gründen.

Ausführliche Information zur Wirtschaftlichkeit von Dämm-Maßnahmen sowie zu allen Fragen des Energiesparens erhält man in einem persönlichen Beratungsgespräch bei den Energieberatern der Verbraucherzentrale.

Die Energieberatung der saarländischen Verbraucherzentrale wird gefördert vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie. Termine zur persönlichen Beratung können unter Tel. (08 00) 8 09 80 24 00 (kostenfrei) oder direkt bei einer der 19 Beratungsstützpunkte im Saarland vereinbart werden.

Anmeldungen zur persönlichen Energieberatung in St. Ingbert im Rathaus, Am Markt 12, Zimmer 202, Telefon (0 68 94) 130 und in Blieskastel in der Volkshochschule, am Schloss, Telefon (0 68 42) oder (06 81) 500 89 15.