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Leserbrief
„‬Gegen den Staub des Vergessens“

Stolperstein-Säuberung red

Ich möchte eine Verfälschung (durch Reduzierung) des Grundgedankens von Gunter Demnig vor Augen führen. Demnig hatte nach seinem Gründungsanlass (Stolpersteine), dem 50. Jahrestag der Deportation von 1000 Sinti und Roma aus Köln, eine Ausdehnung auf alle Verfolgtengruppen des Naziregimes vorgenommen. Es sollte somit an das Schicksal aller Menschen erinnert werden, die von den Nazi-Verbrechern verfolgt, ermordet oder vertrieben wurden, gleichgültig ihrer Herkunft oder Religion. Diese löbliche Anti-Vergessensaktion jedoch ausschließlich nur „zum Gedenken an die jüdischen Opfer des Nazi-Terrors“ zu verkürzen, widerspricht dem Anliegen des Gründervaters. Dessen Motivation unterstütze ich aus eigenem Erleben nachdrücklich!