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Gefährliche Giftköder verunsichern Hundebesitzer in Hassel

Hassel. Pünktlich zum ersten Märzwochenende hat der Frühling in St. Ingbert angeklopft und die Bürger der Stadt mit den ersten warmen Sonnenstrahlen verwöhnt. Viele haben das Wetter im Freien genossen, doch für einige Hundebesitzer ist der Spaziergang zum Albtraum geworden

Hassel. Pünktlich zum ersten Märzwochenende hat der Frühling in St. Ingbert angeklopft und die Bürger der Stadt mit den ersten warmen Sonnenstrahlen verwöhnt. Viele haben das Wetter im Freien genossen, doch für einige Hundebesitzer ist der Spaziergang zum Albtraum geworden. Im Stadtteil Hassel sind an mehreren Stellen Giftköder ausgesetzt worden, auf die einige Hunde bereits angesprochen haben.

Dabei soll es sich um den Parkplatz am Fröschepfuhl, den Parkplatz am Friedhof sowie die Weidefläche im Wiesenthal handeln. Das berichtet unser Leserreporter Michael Jugelt, der selbst Hundebesitzer ist. "Erst dachte ich, das sei nur eine Ente, denn in Hassel kennen wir uns untereinander ziemlich gut. Nur hatte niemand etwas von einem betroffenen Tierhalter gehört." Jugelts leise Hoffnung, dass es sich tatsächlich nur um ein Gerücht handele, bestätigte sich nicht. Im Gegenteil: Das Zeug bringt die Tiere in Lebensgefahr. Hundehalter berichten von Tennisbällen, denen sich die Tiere unter keinen Umständen nähern sollten.

In der Hasseler Tierarztpraxis am Wildpark wurden bereits mehrere Hunde behandelt. "Alle Tiere haben die Vergiftung bis jetzt nur deshalb überlebt, weil die Besitzer ihre Hunde aufmerksam beobachtet und rechtzeitig reagiert haben", schildert Tierärztin Martina Kuhn. Weiter berichtete sie von einem Fall, bei dem der Hund Fleisch erbrach, das er definitiv nicht von seinem Besitzer bekam. Grundsätzlich sei die Bandbreite der Symptome in Vergiftungsfällen groß, auch Durchfall könne ein Zeichen sein. Deshalb rät Kuhn: "Lieber einmal zuviel zum Tierarzt gehen." Um was für ein Gift es sich handelt, ist noch nicht bekannt und nur schwierig feststellbar, da die aggressive Magenschleimhaut der Hunde die Substanzen schnell zersetzt. Am Wochenende bekam auch die Polizei Wind von der Sache. Hinweise auf präparierte Tennisbälle gibt es zwar nicht, auch Anzeigen sind an der Kaiserstraße noch nicht eingegangen, ernst nehmen die Beamten die Angelegenheit trotzdem.

Die Stadt sowie der zuständige Förster sind informiert. obe

Den Hinweis zu diesem Artikel bekamen wir von SZ-Leser Michael Jugelt. Haben auch Sie Spannendes zu erzählen und Fotos gemacht? Dann schicken Sie uns dies per E-Mail an leser-reporter@sol.de oder über unser Onlineformular: ww.saarbruecker-zeitung.de/Leserreporter.

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