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Ganz Rohrbach war in Feierlaune

Stimmung pur am Samstagabend: Die „Büddenbacher“ rockten die Bühne im Eck und in der Oberen Kaiserstraße tanzten die begeisterten Besucher vor der Bühne zu den Klängen der Partyband „Da Vinci“. Fotos: Cornelia Jung
Stimmung pur am Samstagabend: Die „Büddenbacher“ rockten die Bühne im Eck und in der Oberen Kaiserstraße tanzten die begeisterten Besucher vor der Bühne zu den Klängen der Partyband „Da Vinci“. Fotos: Cornelia Jung
Rohrbach. Kulinarische Genüsse und musikalischen Spaß zuhauf hat die 37. Auflage des Alt-Rohrbachfestes geboten. Und der Zuspruch ist nochmals gewachen. 74 Stände erwarteten die vielen Gäste in der Ortsmitte. Cornelia Jung

. "Nachher beim Edelweiß" oder "bis später bei der Kolping-Familie", so oder ähnlich legten die Besucher des 37. Alt-Rohrbachfestes die Treffpunkte am Stand des Vereins ihrer Wahl fest. Schon lange im Voraus freuten sich die Rohrbacher nicht nur auf kulinarische Genüsse , sondern aufs "Wir-Gefühl". Man merkte bei vielen Gesprächen und Begegnungen gar nicht, wie schnell die Zeit verging. Bei der Eröffnung am Freitag begrüßte Ortsvorsteher Roland Weber alle Gäste bei "bestem Wetter" und Schirmherr "Wettermüller" von Radio Salü präzisierte die sommerlichen Temperaturen noch. An Rohrbach wird sich der Moderator gern erinnern, durfte er doch erstmals ein Fass anstechen. Der Radiomann hielt triumphierend den Schlegel vom Fassanstich hoch, mit dem das Fest neben den Salutschüssen des Schützenvereins und den Klängen des MV Rohrbach offiziell eröffnet wurde.


Wolfgang Heib verwies auf das Angebot an 74 (!) Ständen, auf eine große Bühne, wie sie es in Rohrbach noch nie gab und die, wie auch der Musik-Act, erst mit der Hilfe eines Sponsors möglich wurde. Er erwähnte auch, wie viel Aufwand das Sicherheitskonzept erforderte. Dazu fand der Ortsvorsteher kritische Worte und verglich die Auflagen der Fußball-Bundesliga mit dem Rohrbacher Fest: "Immer werden die kleinen Vereine zur Kasse gebeten."

Der Oberbürgermeister zeigte sich beeindruckt von der Organisation der zweitägigen Veranstaltung: "Es ist toll, wie sich das Fest entwickelt hat. Ich habe noch vor Jahren gedacht, dass 50 Teilnehmer nicht zu toppen sind. Heute wurde mir das Gegenteil bewiesen. Super, wie in Rohrbach gefeiert wird." Hans Wagner wünschte sich, dass die Rohrbacher und ihre Gäste es krachen lassen. Und die wollten nicht nur essen und trinken, sondern auch tanzen und singen. Dazu fand sich an beiden Tagen vor den vier Bühnen reichlich Gelegenheit.



Schlager, Stimmungsmusik, italienische Ohrwürmer oder auch Rock und Pop, für jeden war etwas dabei. Die "Büddenbacher" luden die Zuhörer zum Mitmachen im eigens auf der Bühne aus Bockmöbeln aufgebauten "Eiskanal" ein. Selbst vor der Bühne Im Eck fuhr man Bob, während im Johannesbrunnen einige Mädels ihre Barbies badeten. Ein Stück weiter konnten die jüngsten Festbesucher aber auch Karussell und Autoscooter fahren oder auf dem Trampolin springen. Es gab auf dem Fest unter den Standbetreibern viele "alte Bekannte" mit ihren bewährten Angeboten. Doch bei der KG "dann wolle ma emol" hatten die Vereinsmitglieder eine Todesanzeige ausgehängt. "Wir nehmen Abschied von unseren traditionellen Grumbeerkieschelcher - *1979 + 2016", hieß es da. Die den Teig liefernde Großküche stehe nicht mehr zur Verfügung, ebenso die Spülmaschine fürs Geschirr, auch das Zelt pfeife auf dem letzten Loch. Schade! Doch es gab auch Neues. So backte "Kringelfritz" Strauben, früher als Hochzeitsgebäck gereicht. Den Rohrbachern schmeckte das Backwerk des Teams aus Landstuhl, das wohl nicht zu letztem Mal in Rohrbach dabei war.