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Leserbrief
Fahrräder könnten Autos ersetzen

Mobilität red

In St. Ingbert soll ein Verkehrskonzept der Zukunft entstehen. Ein Planungsbüro begleitet diese Initiative professionell mit Bestandsanalyse, Bürgerbeteiligung und guten Impulsen. Prima, endlich. Doch damit das Konzept am Ende das Klima schützt und letztendlich unsere Stadt lebenswerter macht, muss es konsequent umgesetzt werden.


Erlauben Sie mir eine gewisse Skepsis. Denn – und das ist ganz klar bei der Auftaktveranstaltung herausgekommen – es fehlt bei unseren politischen Vertretern das entscheidende Bewusstsein, dass das Auto nicht weiterhin das dominante Verkehrsmittel bleiben darf. So biete die Schlachthofstraße laut unserem Oberbürgermeister keinen Platz für Radfahrer, weil dort täglich 14 000 Autos fahren. Merken Sie den logischen Fehler? Bei einer sicheren Infrastruktur für Radfahrer könnten wir diesen immensen Autoverkehr – im Bundesvergleich ziemlich weit vorn – vielleicht reduzieren.

Mich interessiert auch, wie viele dieser Autos nur mit einem Insassen besetzt sind und wie viele Emissionen sie in die Luft schleudern. Ich denke, bei Antworten auf solche Fragen wird uns allen bewusst, wieviel wir selbst mit unserem Mobilitätsverhalten ändern können. Und ich wünsche mir, dass nicht erst in zwei Jahren mit der Umsetzung des Konzepts begonnen wird, sondern schon jetzt Radwege besser markiert oder Rad- und Gehwegparken geahndet werden.



Gabi Strobel, St. Ingbert